Unterwegs auf Strecke

Deutsche Meisterschaft Clubklasse Burg Feuerstein 10.Juni – 26. Juni 2026 – Teil 1

Ja, irgendwie bin ich nachgerückt. Meine Gefühle schwankten zwischen Freude und Panik, denn die DMC war eine ganz andere Hausnummer, als die DMFs, Qualis und Spaßwettbewerbe, die ich bislang geflogen bin. Ich flog gegen die Elite und Weltmeister, aber ich sah es als eine Chance wieder viel zu lernen. Die Platzierung war erstmal nebensächlich, obwohl ich mich natürlich wieder über einen soliden Mittelfeldplatz freuen würde. Mit dem schweren Turbo-Discus war ich Indexmäßig leider wieder komplett oben drüber, aber nach dem 3. Platz in Riesa fuhr ich doch ziemlich motiviert weiter zum Feuerstein.

Das Camp stand und wir hatten mit Moritz und Leon wieder unsere Standardbesatzung. Jasmin (nachgerückt) war zusammen mit Barbara in einem Hotel, Sabine (auch nachgerückt) campte am anderen Ende des Flugplatzes. Die Stimmung war gut, die Wetteraussichten ganz passabel, sodass am Sonntag den 14. Juni abends planungsmäßig das Eröffnungsbriefing stattfinden konnte.

Catcontent geht immer! Ylva hatte ihre unglaublich süße Mikro-Miez dabei und ich musste natürlich erst einmal knuddeln. Die guckt übrigens immer so, das ist Rassebedingt 😀

15. Juni – 1. Wertungstag – Ich hatte selten so wenig Spaß in einem Flug

Auch wenn man bei der Überschrift denken könnte, ich hätte wieder gemauert… dem war nicht so. Das Wetter sollte eigentlich ganz brauchbar werden und die Wettbewerbsleitung bastelte uns eine 338km lange Racing Task. Es ging erst einmal nach Westen knapp am Luftraum vorbei, bei Frankenberg nach Süden bis Aurach, von dort nördlich an Schwäbisch Hall vorbei, dann wieder nach Norden bis kurz vor den Frankfurter Luftraum und an Würzburg und Kitzingen vorbei nach Hause.

Auf dem Weg ins Grid


Blöderweise war es zu Beginn ziemlich überentwickelt, sodass ich mit meinem dicken Discus meine liebe Mühe hatte überhaupt auf eine sinnvolle Höhe zu kommen. Die leichteren Flugzeuge hatten einen Vorteil und als ich endlich in Abflughöhe 1500m MSL und an der Startlinie war, waren die meisten schon unterwegs. Ich wollte keine Zeit verlieren und war mit der Position am südlichen Ende der Startlinie eigentlich ganz zufrieden und flog ab. 1500m MSL sind allerdings in diesem Gebiet nur rund 1000m AGL und dementsprechend unterhaltsam war der Abflug. Ich hangelte mich ganz knapp am Luftraum entlang nach Westen und meine durchschnittliche Höhe war irgendwie immer um die 700m über Grund. Auch die Steigwerte waren nicht so dolle und ich freute mich teilweise über stabile 1m/s Steigen. Die paar Nachzügler, die zusammen mit mir abgeflogen sind, teilten sich in zwei Gruppen. Die, die am Luftraum vorbei flogen und die Mutigen, die den direkten Kurs drunter durch nahmen (4500ft fand ich jetzt nicht sooo geil). Und dann gab es noch einige, die sagen wir mal beides kombinierten und die Sache mit der virtuellen Außenlandung auf die harte Tour lernen mussten. Nunja, irgendwann hatte ich mich in Ameisenkniehöhe zur ersten Wende gekämpft und freute mich darüber den Nürnberger Luftraum hinter mir gelassen zu haben, zumal der Gegenwind aus Westen mit 20km/h den gewissen Anti-Spaßfaktor noch mit reinbrachte. Meine Schnittgeschwindigkeit war bis dahin unter aller Kanone, aber ich hoffte nun wenigstens ein bisschen Geschwindigkeit gutmachen zu können, immerhin wurden die Steigwerte ein wenig besser und die Wolken zogen zuverlässiger. Westlich flog ich an der Kontrollzone Illesheim vorbei (auch wenn diese nur bis 3000ft geht, von Lufträumen hatte ich erst einmal die Schnauze voll) und der Weg nach Süden ging eigentlich ganz gut.

Satellitenbild an der zweien Wende

Als ich die südöstliche Wende genommen hatte, zeigte sich aber das nächste Problem. Es trocknete von Süden her gewaltig ab. Ich hatte noch gute 20km auf Kurs Wolken, dann aber müsste ich mir was einfallen lassen. An dieser Stelle verfluchte ich die mangelnden Steigleistungen meines Discus, denn die Zeit die ich vor der Startlinie verloren hatte, vermisste ich nun schmerzlich (Spoileralarm: es bleibt nicht beim einzigen Mal in diesem Flug, an dem mir die Zeit wegläuft). Nichtsdestotrotz musste ich mich da nun halt irgendwie durchkämpfen und ich sah zwei Möglichkeiten: A) auf Kurs weiter standen noch vereinzelte Flusen, aber in sehr großem Abstand zueinander. Wenn eine nicht ginge, oder sich vor meiner Nase auflösen würde, hätte ich mir bei der geringen Arbeitshöhe die Karten gelegt. B) mich an den Wolken so weit es geht irgendwie Richtung Wende hangeln, auch wenn das einen größeren Umweg und Zeitverlust bedeuten würde.
Ich entschied mich für Variante B), da diese mir sicherer erschien und meine Schnittgeschwindigkeit ja sowieso nicht dolle war. Also ging es mit guten 30° Abweichung (Ich redete mir ein, dass 30° nicht gut, aber auch nicht sonderlich schlecht seien).

Immerhin wurden die Steigwerte im Süden besser, auch wenn die Arbeitshöhen nicht sonderlich besser wurden während ich zwar weiterflog, aber meiner Wende nicht wirklich näher kam. Zwar waren auch hier die Sprünge ziemlich groß, aber ich kam immer mit um die 700m AGL unter dem nächsten Fetzen an. Kurz vor der Zone Niederstellen musste ich dann mir aber doch einen Plan zurechtlegen, wie ich zur Wende kommen würde.

Richtung Wende standen zwei unscheinbare Flusen so halbwegs auf Kurs und ich entschied mich den Sprung zu wagen. Unterwegs traf ich Susanne in der „MG“ und war eigentlich ganz froh nicht komplett alleine hier am wettertechnischen Arsch der Welt zu sein.  Der erste Flusen zog mit noch anderthalb Metern, der zweite nur noch mit einem Meter, aber die nahm ich 100m mit, um meinen Spielraum etwas zu vergrößern. Die Wende erwischten wir mit ca. 600m und überm Friedrichsberg stand glücklicherweise im Blauen ein annehmbarer Bart. Die leichte LS4 stieg mir allerdings hier gnadenlos weg und nun war ich wieder alleine. Das machte mir allerdings nicht sonderlich viel aus, da nun im Norden wieder die ersten Wolken zu erreichen waren. Also nahm ich den Bart bis 1000m über Grund mit und setzte meinen Flug nach Norden fort.

Satellitenbild an der dritten Wende

Die Wolken waren glücklicherweise etwas höher und die, die zogen, zogen auch recht gut mit 2-2,5m/s. Manche zogen aber auch gar nicht, aber ich freute mich trotzdem darüber, dass nun der restliche Flug hoffentlich einfacher werden würde. Nach einem Blick ins Satellitenbild kam die Ernüchterung, dass diese netten Wölkchen nur ein kurzer Streifen darstellten und das letzte Drittel des Schenkels wieder ziemlich blau werden würde. Aber erst einmal ging es weiter nach Norden, an der Sprungzone Unterschüpf vorbei, wo leider auch die Wolken schon wieder aufhörten. Noch ein paar Fetzen waren verblieben, aber diese zogen nicht mehr zuverlässig und wenn, dann waren die Steigwerte auch nicht dolle. Nördlich von Tauberbischofsheim zog ich den letzten „anständigen“ Bart mit sagenhaften anderthalb Metern und flog in 1100m über Grund weiter zur Wende. Zwar waren auf dem letzten Schenkel immer noch ein paar Wölkchen, aber da die vor der Wende nicht zogen, befürchtete ich, dass sie auch danach nicht ziehen würden. Also flog ich weiter Richtung Osten. Der Wind hatte unpraktischerweise auch nachgelassen, sodass nicht viel mit Rückenwind war. Erste Wolke…nix. Zweite Wolke…nix. Dritte Wolke…auch nix. Ich flog südlich an Würzburg in 650m über Grund vorbei, aber auch hier zogen die Wolken genau null. In 450m machte ich ein paar verzweifelte Suchkreise und bog als letzten Versuch zu ein paar Windkraftanlagen im Süden ab in der Hoffnung, dass die Luftbewegung irgendeine Thermik auslösen würde. Aber auch hier passierte genau…nichts, die Luft war tot an der Stelle. Ich gab mich geschlagen und begann den Motor auszufahren, als sich plötzlich meine rechte Fläche anhob. Ich sah auf meinen Höhenmesser, da mein Variometer mit ausgefahrenem Motor nur Murks anzeigt und erkannte leichtes Steigen. Ich dachte mir „Was solls“ und kreiste mit ausgefahrenem Triebwerk ein. Und die Höhe wurde größer! Auch der Sitzdruck verriet, dass ich in leichtem Steigen war. Also fuhr ich den Motor wieder ein und freute mich über immerhin 1m/s Steigen. Das hatte ich auch noch nie! So erkämpfte ich mir heldenhaft 400 Höhenmeter, bis das Steigen leider aufhörte (Im Flarm erkannte ich, dass auch die anderen versprengten Piloten nicht mehr höher kommen sollten). Aber es würde mich immerhin ein paar Kilometer weiter bringen. Also nächste Zwischenetappe: Kitzingen! Vor dem Flugplatz stand noch eine kompakte Wolke, die ich als mein nächstes Ziel auserkoren hatte. Ich flog also zur Wolke, kam an, flog unter der Wolke durch und es passierte: gar nichts! In 700m über Grund wollte ich nicht weiter, zumal das die letzte zu erreichende Wolke war, außerdem sagte ich mir „Die kann einfach nicht nicht ziehen!“, wendete und flog die Wolke an einer anderen Stelle zurück. Jetzt erst bemerkte ich die Lichtung im Wald und flog diesen an und siehe da: 1,5m/s. Ha! Leider spukte mich dieser Bart auch nur 400m höher aus, aber immerhin sollte ich die nächsten Flusen erreichen. Ich hatte noch eine Chance!
Ich flog den ersten Fetzen an: wie zu erwarten war, tat sich nichts, der zweite Fetzen brachte immerhin einen Nuller, aber nach ein paar Suchkreisen war das auch wieder weg. Ich hatte mich ein wenig ins Abseits gekegelt, sodass ich nun über Hügeliges Gelände drüber musste. Aber an der ersten Rippe stand eine Wolke und ich als alte Mittelgebirgsspezialistin zählte eins und eins zusammen und flog mit dem Mut der Verzweiflung besagten Flusen an. In sagenhaften 520m AGL fand ich ein halbes Meterchen und biss mich fest. Leider war auch hier nach 150m Höhengewinn Schluss und es ging nicht mehr höher. Ich hatte noch ca. 60km bis zum Feuerstein und rechnete mir im Kopf aus, wie lange ich bei dem bisschen Rückenwind in diesem Pups bleiben müsste, bis mich der Wind nach Hause getrieben hat…Shit, auch keine Option. Lustigerweise war meine AGL Höhe gleich geblieben, da mich der Wind über die Hügel getrieben und ich nun mit einem höheren Gelände zu kämpfen hatte. Egal! Der nächste Flusen stand bei dem nächsten hügeligen Waldstück, also gleiches Spiel noch einmal, nur mit dem Unterschied, dass ich an der Wolke in 400m über Grund ankam. Aber ich könnte zur Not ja wieder ins flachere Gelände rausgleiten. Aber erst einmal flog ich etwas weiter unter die Wolke und als mein Höhenmesser nur noch 350m über Grund anzeigte hob sich wieder kaum merklich die rechte Fläche. Auch hier freute ich mich über das halbe Meterchen, würde es mich doch vielleicht zum nächsten Fetzen bringen. Auch hier war aber leider nach 150m Höhengewinn wieder Ende und ich flog in sagenhaften 520m über Grund weiter. Schöner Mist! Auf diese Weise versuchte ich die nächste Wolke über einem Hügel, doch diese zog leider auch mit Sucherei nicht. In 450m über Grund flog ich zu meiner letzten Option in Form eines Bauernhofes mit Solaranlagen, doch hier verließ mich mein Glück. In 350m über Grund gab ich mich nun doch geschlagen und fuhr ein zweites Mal den Motor aus. Dieses Mal aber wirklich und knatterte nach Hause.

Naja…dafür ist er ja da…


Auf dem Heimweg sah ich einige Piloten auf den Feldern vor dem Feuerstein verstreut und flog an einem wirklich kämpfenden Wolli in Ameisenkniehöhe vorbei, der es zu meiner Freude tatsächlich doch noch nach Hause geschafft hat.

Mit 306 geschafften Kilometern reichte es für den 31. Von 41. Tagesplatz. An diesem Tag sind nur 18 rumgekommen.

Noch eine lustige Geschichte am Rande. Die liebe Inge (Omma von Ylva und Mutti von Susanne „MG“) wohnt in der Ecke Würzburg/ Kitzingen. Nachmittags sah sie aus dem Fenster und entdeckte ein relativ tiefes Flugzeug und dachte sich so in etwa „Wer ist so doof und fliegt hier lang? Hier geht’s doch thermisch nicht!“…Tja, dreimal dürft ihr raten wer dieses Flugzeug war.

https://www.weglide.org/flight/1120702

17. Juni – 2. Wertungstag – Endanflug supported by Uwe

Nach einem Pausentag ging es weiter. Das Wetter sah leider nicht super, aber fliegbar aus und was macht die Wettbewerbsleitung, wenn sie keinen richtigen Plan hat? Richtig! AAT! In diesem Fall mit 1:40h ein Rechteck nach Westen mit Minimum 116 und Maximum 184km. Maximale Abflughöhe waren wieder 1500m MSL (yay, wieder tief rumgurken) und auch an diesem Tag musste man Luftraumlimbo auf dem ersten Schenkel spielen.

Vor dem Start


Auch an diesem Tag war das Steigen rund um den Platz und der Startlinie eher bescheiden, aber irgendwie wurstelte ich mich dieses Mal besser auf eine sinnvolle Abflughöhe. Allerdings war das gesamte Fluggebiet ziemlich überentwickelt, sodass es wieder ziemlich knifflig werden würde. Nichtsdestotrotz machte ich einen guten Abflug und erwischte dieses Mal eine nicht ganz so beschissene Linie. Auch die Basis stellte sich als Höher heraus und mit 1700m MSL konnte man ganz gut leben. Der erste Bart nach Abflug ging mit 2m/s und ich freute mich. In 1400m AGL flog ich parallel zum Luftraum, um hinter der Kante elegant nach Südwesten abzubiegen. Auch an diesem Tag flogen ein paar Wagemutige direkt drunter durch, aber ich wollte mein grundsätzlich nicht ganz so gut ausgeprägtes Glück nicht herausfordern. Es reichte schon, dass ich mich hinter der Kante aus 650m AGL mit einem Meterchen ausgraben musste. Zwischenzeitlich hat mich Leon mit der LS4 eingesammelt, der im ersten Sektor einen grandiosen 2,5m/s Bart aus 600m anpinselte (danke dafür!). In 1450m MSL (1080m AGL) entschied ich mich für die Wende, während Leon den ersten Sektor noch etwas ausfliegen wollte. Aber schon beim nächsten Bart traf ich Moritz. Es war von Vorteil, dass wir eine Campfrequenz hatten und nun auch den direkten Teamflug besser koordinieren konnten. Zwar war es bekanntlich nur eine Frage der Zeit, bis mich die LS3 abhängen würde, aber ich freute mich trotzdem. Im zweiten Wendesektor trafen wir Uwe und da war klar, dass wir uns irgendwie da ranhängen mussten, vor allem bei dem schwierigen Wetter. Ich fand die Möglichkeit super, denn es interessierte mich sehr, wie der Weltmeister mit dem Wetter umgehen würde. Am Zabelstein wendeten wir und hatten nur noch einen Sektor übrig. Nach zwei Versuchen erkannten wir einen sehr hoch kreisenden Pulk und flogen in die Richtung. Dort ging es mit 2,5m/s auf fast 2000m MSL und nun hatten wir prinzipiell Endanflughöhe, je nachdem wie weit man den letzten Kreis ausfliegen würde. Auch hatten wir noch 30 Minuten übrig und ich überschlug im Kopf, dass das auch so halbwegs hinhauen könnte. Also flog ich Uwe hinterher und beobachtete ihn, um seine taktischen Entscheidungen zu verstehen. Zum einen flog er dieses Mal nicht unglaublich schnell vor, nur mit ca. 130km/h auch machte er keine großen Anstalten noch einmal Thermik zu suchen, sondern nur leichte Kurskorrekturen.

Bamberg

Nördlich von Bamberg wendeten wir in 1000m über Grund und flogen zurück zum Feuerstein. Es waren noch gute 30km bis zum Zielkreis und der Endanflugrechner gab +50m raus. Das ist mutig, aber ich dachte mir, dass Uwe sich schon was dabei denken würde (Tat er, dazu aber später mehr). Mit bestem Gleiten kamen wir dem Zielkreis immer näher und die Ankunftshöhe schwand nur langsam. Es könnte knapp werden, aber es könnte auch knapp reichen. Dann machte Uwe etwas, was er mir später erklärte, er machte einen leichten Schlenker und flog die westliche Hangkante an. Diese trug tatsächlich (logisch bei Westwind) und so flogen wir mit Schleichfahrt nach Hause und kamen tatsächlich 20m über Zielkreis an.
Nach der Landung fragte ich ihn, woher er gewusst hatte, dass dort die Linie stand.
Er zeigte mir die Hangaufwindskarte bei Skysight, die er vor dem Flug studiert hatte und dementsprechend hatte er seinen Endanflug genau dorthin gelegt. Echt pfiffig, das würde ich mir merken! Vielen Dank für den Tipp!

Dank seiner sagenhaften Unterstützung schaffte ich es an diesem Tag auf den 7. Tagesplatz mit fast 82km/h.

https://www.weglide.org/flight/1121345

18. Juni – 3. Wertungstag – Micro-Goals Part 1 und der Clubklasse Steinbruch

Das Wetter wurde wieder besser und die Wettbewerbsleitung war sich wieder sicherer, sodass sie uns mit einer 372km langen Racing Task nahe am Thüringer und Fichtelgebirge entlangschickten. Auch dieses Mal war das Steigen am Platz eher mau, aber ich schaffte einen halbwegs sinnvollen Abflug (heute maximale Höhe 1900m MSL…yay) zusammen mit Moritz und Leon. Man musste sich auf dem ersten Schenkel ein wenig an Grafenwöhr vorbeibasteln aber mit 2000m MSL Basishöhe und zuverlässig ziehenden Wolken war das kein Problem. Leon wählte weiter nördlich eine bessere Wolkenstraße und Moritz kurbelte mich natürlich an der vierten Wolke wieder aus, war auf einmal 300m über mir und dann auch weg. Aber ich ließ mich nicht beirren, drehte nur den Funk etwas leiser und flog weiter. An der ersten Wende war er schon 10km vor mir, aber ich fand für mich lief es den Umständen entsprechend trotzdem ganz gut und eigentlich freute ich mich auch über das schöne Flugwetter. Wie die Überschrift schon sagte ist das der Flug der kleinen Ziele und so setzte ich mir das Ziel ihn im Laufe des Fluges wieder einzuholen. Wie ich das anstellen würde? Nunja…keine Ahnung. Ich konnte ihn meistens visuell ganz weit hinten sehen, bzw. er war immer im Bart über mir, wenn auch 500m drüber. Auf dem zweiten Schenkel stand eine sehr schöne Wolkenstraße und ich gab Gas. Und zwischen zwei Wolken stand auf einmal der 3m/s Bart, der mich sensationell auf 2100m MSL katapultierte. Na, da war ich doch schon fast wieder dran. Kurz vor der zweiten Wende war er nur noch 300m über mir und ich freute mich darüber wieder ein bisschen Abstand gut gemacht zu haben. Und keine Ahnung wie es passieren konnte, aber nach der zweiten wählte ich einen kleinen Schlenker nördlich über ein paar Wolken, die ziemlich gut trugen. Er flog auf direkten Kurs und auf einmal…ja beim Flugplatz Erpetshof waren wir wieder zusammen. Ich freute mich, hatte ich doch mein Mini-Ziel geschafft. Nun drehte ich den Funk wieder lauter und wir besprachen das weitere Vorgehen. Mit uns zusammen war ein weiterer Pulk mit Wolli und ein paar anderen und ein gutes Stück vor uns flog Uwe. Der lange Schenkel nach Nordwesten ging ziemlich gut, bis kurz vor Bayreuth. Dort gingen unsere Meinungen auseinander. Moritz wollte südlich vorbei, weil Uwe da lang flog, ich schlug den Norden vor, da dort eine Aufreihung auf Kurs war und Skysight eine Konvergenzlinie dort einzeichnete (ich hatte aus dem Flug davor gelernt und versuche nun auch hin und wieder die technischen Hilfsmittel zu nutzen, die mir zur Verfügung stehen). Allerdings beugte ich mich dem „Gruppenzwang“ und flog gemeinsam mit Moritz die südliche Route, da ich ja froh war zu ihm wieder Anschluss gefunden zu haben. Die Wolken zogen nicht mehr zuverlässig und das Steigen war auch nicht mehr so stark wie zuvor. Im Flarm erkannte ich, dass die Kollegen auf der nördlicheren Route die bessere Wahl getroffen hatten, aber sei es drum (merke: aufs Gefühl hören). Kurz vor Lichtenfels erwischte die LS3 das Steigen wieder einmal besser und kam mal wieder 200m über mir raus. So flog ich in 1300m über Grund Richtung vorletzter Wende, auch wenn es hier in der Ecke wieder einmal abgetrocknet hatte. Um die Wende herum war ein großes blaues Loch, sodass es wieder einmal tricky wurde. Am nächstbesten Flusen stieg ich in 1000m AGL ein, wo Moritz kurze Zeit später in 1500m AGL rausflog, seine 2m/s fand ich leider nicht. Zwischenzeitlich hatte uns der Rest der Clubklasse gut eingeholt und ich flog tapfer weiter. Die Wolkenabstände auf Kurs waren relativ groß und ich war nicht mehr so hoch, sodass ich mir langsam etwas einfallen lassen müsste.

Am Steinbruch. Die Hälfte der Flugzeuge im Pulk sind gar nicht zu sehen auf dem Foto

Da erkannte ich einige Flieger, die vor mir und tiefer waren, wie sie um 90° nach rechts zu einem Steinbruch abbogen, über dem sich gerade eine Wolke bildete. Schlau! Also hinterher! Und tatsächlich ging der Steinbruch mit 2,5m/s. Zwischenzeitlich war gefühlt die halbe Clubklassen in diesem Bart und es wurde ein etwas chaotisches Gepulke. In 1500m über Grund wurde das Steigen schlechter und ich entschied mich für den Weiterflug, nun hatte ich ja wieder einige Optionen. Mit mir kam die Clubklasse Wolke und wir hatten noch ca. 40km zur letzten Wende. Es war unmöglich die Wolke abzuschütteln, sodass man sich nur irgendwie mittreiben lassen konnte. So ging es vorbei an Hassfurt und über dem Waldstück südlich davon ging es auf 1700m AGL in großen Schritten dem Endanflug entgegen. Noch ein Bart fehlte, um sicher anzukommen. Um die letzte Wende war es wieder blau, aber der allerletzte Flusen brachte mich mit 2,5m/s auf 2000m AGL, wo ich übrigens auch wieder Moritz einholen konnte. Die Wende genommen und nun begann der lange letzte Schenkel mit 42km. Jetzt begann das taktisch kluge Energiemanagement. Im direkten Vergleich mit den anderen (wir waren ja immer noch eine Plastewolke) konnte man sehr gut erkennen welche Idee und Taktik die bessere war. Einige nahmen den direkten Kurs, ich entschied mich für einen ganz leichten Schlenker links über ein paar Wolken. Die Entscheidung war richtig, diese trugen mich ziemlich gut und ich konnte mit 160-180km/h vorfliegen und die Reservehöhe wurde nicht geringer. Nun standen noch einige Flusen auf dem Endanflug, die auch wieder ordentlich trugen und ich kam ohne weitere Probleme an.

Mit 95km/h war ich zwar schnell, aber leider nicht schnell genug, so reichte es nur für den 22. Tagesplatz. Aber immerhin habe ich meine kleine persönliche Challenge geschafft und konnte Moritz wieder einholen.

https://www.weglide.org/flight/1122170

Edelkitsch

19. Juni – 4. Wertungstag – Der Tag an dem alles schief ging, was schief gehen konnte

Bei der Überschrift könnte man denken, dass ich mal wieder wie im letzten Jahr eine taktisch dumme Entscheidung getroffen hatte…Nein! Es war noch viel frustrierender. So frustrierend, dass Abends Uwe zu mir kam, mich in den Arm genommen hat und meinte, dass es ihm voll leid tut.
Aber nun von Anfang an.

Das Wetter war wieder sensationell angesagt und die Wettbewerbsleitung bastelte uns eine 298km lange Racing Task  wieder über diverse Mittelgebirge inklusive einem Abstecher nach Tschechien. Am Platz war es wie in den letzten Tagen Blau und die ersten Wolken standen in 30km Entfernung. Da diese aber sagenhaft hoch waren, änderte die Wettbewerbsleitung die maximale Abflughöhe auf 2300m MSL. Tja, wenn man so hoch kommen würde!
Und damit kommen wir zum Anfang vom Ende. Das Steigen war unglaublich schwach. Wo die leichteren Flugzeuge noch mit 0,3-0,5m/s stiegen, steigt beim sauschwerer Turbo-Discus einfach nicht mehr. Es war zum verrückt werden. Vor allem hatte ich dann mal wenigstens einen halben Meter, war dieser in 1700m MSL verschwunden, ich kam ums Verrecken nicht hoch. Die ersten flogen irgendwann ab und ich dümpelte weiterhin unten rum. Ich hatte alles abgesucht, die paar Wölkchen , die sich Richtung Bamberg bildeten. Ja da ging es für ein paar hundert Meter mit einem halben Meter, aber dann war das Steigen auch schon wieder weg. Ich suchte wirklich ALLES ab und das Wetter veralberte mich. Z.B. nördlich vom Stein ist dieser kleine Tagebau, bei dem eindeutig eine Ablösung raus geht, da Sand eindeutig nach oben weg geht. Auch in der Verlängerung dieser Sandwehe konnte man eine kleine Dunstkappe erkennen. Also flog ich mit dem bisschen Höhe was ich hatte dorthin und…NICHTS! Ich flog den gesamten Bereich im Zickzack ab, mit dem Ergebnis, dass ich um 15:15 Uhr den Motor am Platz werfen musste (ich glaube zum Zeitpunkt meiner Motormeldung hatte sogar Jürgen etwas Mitleid mit mir). Wieder auf der vorgeschriebenen Motorabstellhöhe von 1100m MSL suchte ich wieder alles ab. Zwar fand ich ein Bärtchen mit einem halben Meter, aber auch dieser war in 1300m MSL wieder weg. Ich setzte mir persönlich die Abflugdeadline von 16 Uhr, falls ich denn irgendwann endlich hochkommen würde (zu diesem Zeitpunkt kämpfte ich bereits 2,5h am Platz) nur um kurze Zeit später ein zweites Mal den Motor zu brauchen. Danach fand ich ENDLICH einen Bart, der mich immerhin auf 1800m MSL (1400m AGL) brachte (die Wettbewerbsleitung hatte so großes Mitleid mit mir, dass sie mir die 20 Minuten Wartezeit per Funk erlassen hatten). Zwar waren das immer noch 500m unter der maximalen Abflughöhe, aber ich war froh überhaupt mal so hoch zu sein und die Gefahr wieder abzusaufen, wenn ich weiter suchen würde, war einfach zu groß. Bis zu den nächsten Wolken würde ich kommen und flog um 15:50 Uhr ab. Um wettertechnisch halbwegs eine Chance zu haben die Aufgabe irgendwie zu schaffen, bräuchte ich einen hunderter Schnitt, also gab ich Gas und flog ab!
Tja, ab und an ist es nicht nur Unglück, sondern es kommt auch Pech dazu.
Und als ich so losflog, merkte ich ein ohrenbetäubendes Wummern und vibrieren, was eindeutig vom Motorkasten kommt. Auch das noch! Sofort war mir klar, dass sich wohl beim letzten Motorlauf das Steuerseil der Motorklappen verabschiedet hatte und diese jetzt mit eingefahrenem Triebwerk offen standen. Das hatte ich letztes Jahr schon in Zwickau und konnte das Geräusch direkt zuordnen. Und dieses nervige laute Wummern kam von der Luft, die sich dort staute und verwirbelte. Technisch unkritisch, aber meine Gleitleistung war wohl halbiert. Auch das noch! Hatte ich vorher schon schlechte Laune, war sie nun im Keller und das Variometer im negativen Bereich im Anschlag.
Nun war mir klar, dass ein Rumkommen heute wohl unmöglich war.
Aber kampflos werde ich nicht aufgeben und wenn es nur für ein paar kosmetische Punkte reichen sollte. Ich stopfte mir zusammengeknüllte Taschentuchfetzen in die Ohren, um den Lärm etwas abzumildern und flog trotzig los!
Tja so fühlt es sich wohl an, wenn man mit einer Ka8 auf Strecke ist! Egal, ich gab Gas, kam bei Pegnitz in 800m über Grund an und fand nach kurzem Suchen 2,5m/s. Faszinierend, dass es im Blauen so gar nicht ging, aber unter den Wolken so gut und das bis auf 2700m MSL. Trotzig flog ich weiter und stopfte die Taschentücher noch ein bisschen tiefer in die Ohren. Auch bei diesem Sprung stand das Vario im negativen Anschlag, aber ich erreichte die erste Wende in 1000m über Grund. Blöderweise trocknete es an dieser Stelle ganz schön ab. Für einen normalen Plasteeinsitzer kein Problem, aber nicht für meinen fliegenden Widerstand. Die nächsten Wolken würde ich auf jeden Fall nicht mehr erreichen und so nahm ich Kurs auf den Flugplatz Schmidgarten. In 650m fand ich über einer Sandgrube immerhin einen Meter, der mit der Höhe und etwas Nachzentriererei immer besser wurde. So ging es in 2300m weiter nach Nordosten Richtung Tschechien. Es zwar zwischenzeitlich 17 Uhr und die ersten waren wohl schon auf dem Endanflug. Glaubt mir, es ist echt ein beschissenes Gefühl, wenn die wirklich hart erkämpften Höhenmetern direkt wieder mit dem Vario am Anschlag vernichtet werden. Kurz vor der Grenze erwischte ich unter dem letzten Flusen erstmal auf Kurs über dem Entenbühl (ein Berg mit 900m) noch anderthalb Meter bis auf 2200m MSL und flog zur Wende. Die nächste Wolke stand genau über einem doch ziemlich hohen Berg samt Wald 10km hinter der Wende und ich kalkulierte, dass ich wohl vielleicht ganz knapp dort ankommen würde. Gesagt, getan, wieder das Vario am Anschlag, los zur Wende, dort in 1000m über Grund angekratzt und Richtung Berg. Die Kombination mit dem ansteigenden Gelände mit meinem exorbitanten Sinken war echt gruselig. Irgendwann war mir das dann doch zu wild und ich drehte wieder ins flachere Gelände um. Auch da fand ich nichts und über einem Acker, der frisch abgeerntet wurde, zündete ich den Motor in 350m über Grund. Und glaubt mir nach so einem verkorksten Flug sind 80km Heimweg wirklich die Hölle. Man hat sehr lange Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wo man überall verkackt hat.

So bin ich die ganze Zeit geflogen

Immerhin bin ich trotz halbierter Gleitzahl 185km mit einem 82er Schnitt weit gekommen…Immerhin.
Wie zu erwarten war hat mir das Ganze den letzten Tagesplatz beschert und mich ganze 10 Plätze gekostet. Autsch!

Nach der Landung war nachvollziehbarerweise meine Laune auf dem absoluten Tiefpunkt. Erste Hilfe musste Tamino am Telefon leisten während ich einen doch sehr langen Spaziergang machen musste.
Vielen Dank auch noch an Rainer, Wolli, die Hertrichs und alle anderen Freunde die mich an diesem Abend aufgebaut hatten.

https://www.weglide.org/flight/1123594

20. Juni – 5. Wertungstag – Aus Fehlern lernen, die Sache mit dem Abflug

Um ehrlich zu sein: Ich hatte keine Lust mehr und wollte nach Hause. Ich meine, unterwegs verkacken ist eine Sache, schon vor dem Abflug verkacken…das tut doppelt weh. Naja beim Fliegerischen Bullshit Bingo habe ich nun eine weitere Karte für meine Sammlung, passend zu „Vor dem Abflug Außenlanden“ (DMF2022), „Vor dem Abflug mehrmals wieder starten und das Wetterfenster verpassen“ (Quali Landau2023 – Der Flug hatte mich übrigens den 3. Platz gekostet) und „Vor dem Abflug Motorblödsinn machen“ (Klix2024). Naja, sei es drum. Auf jeden Fall hätte ich mich echt über einen Pausentag gefreut, aber die Wettbewerbsleitung war gnadenlos mit einer 1:45h AAT mit Minimum 146km und Maximum 218km um Grafenwöhr herum inklusive lustigem letzten Wendesektor auch bekannt der Endgegner beim Einprogrammieren. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass es heiß war? Seit Tagen braten wir in 35°C und wünschten uns eigentlich nichts sehnlicher als einen Badetag am See.

Danke an Lucky für den Lacher am Morgen


Naja…wie zu erwarten war ging es trotzdem irgendwann los. Das gleiche Spiel wie am Tag zuvor: miserables Steigen im Blauen am Platz, in 30km Entfernung die ersten Wolken. Aber ich hatte wirklich NULL Bock wieder am Platz herumzueiern, auf GAR KEINEN FALL wollte ich das! Also flog ich sobald ich halbwegs Höhe hatte zum ersten Flusen. Vor den guten Wolken standen nämlich in so 15km Entfernung einzelne Flusen, die auch irgendwie gingen. Zwar nicht dolle, aber immerhin zuverlässig mit einem Meter. In Anbetracht meiner bisherigen Erfahrungen mit Rumgurken am Platz war ich damit mehr als zufrieden. Ich hielt mich einfach halbwegs sinnvoll irgendwo in 2000m MSL fest und da die maximale Abflughöhe an diesem Tag 1800m MSL betrug, sollte das mit Zurückfliegen und in guter Höhe die Startlinie überqueren eigentlich halbwegs hinhauen. Zumindest hatte ich mal einen Plan. Gesagt getan und ich legte einen annährend perfekten Abflug hin. Die Kameraden, die vor der Startlinie am Platz gekämpft hatten, hatten wieder das Problem der letzten Tage und flogen teilweise ein gutes Stück unter der Linie ab. Vor Pegnitz (die Wolken begannen an der gleichen Stelle wie am gestrigen Tag) stolperte ich in 800m einen 3m/s Bart. Mit mir zusammen Matze in der „JC“ und mein saarländischer Kumpel Christoph in der „i“. Die die später und tiefer ankamen erwischten diesen Bart nicht so gut wie unser erster Pulk und weiter ging es. Matze legte ein sagenhaftes Tempo vor und ich konnte nicht mithalten (die ASW20 ist halt echt ne Waffe), aber mich ein wenig an seiner Linie orientieren. An Grafenwöhr vorbei nahm ich nochmal 2m/s für 300 Höhenmeter mit, sodass ich ca. 300m unter der Basis ankam. Von dort an machte es richtig Spaß und ich konnte eine sensationelle Linie für 30km ohne einen Kreis entlangbrettern. Ich flog die zweite Wende ziemlich aus und bei Wernberg stolperte ich mehr durch Zufall in einen tollen 3,5m/s Bart, der mich wieder bis auf 2500m MSL (2200m AGL) brachte. An Weiden vorbei wurde leider das Wetter merklich schlechter. Die Wolken trockneten ab und brachten keine so tollen und Zuverlässigen Steigwerte mehr, sodass ich meine eben gewonnene Höhe erstmal nur abgleiten konnte. Im letzten Sektor ging es dann darum sinnvoll den Endanflugspunkt zu legen. Kurz vor dem Flugplatz Erbendorf machte ich mit 2m/s  nochmal auf 2200m MSL, aber es sollte noch nicht bis nach Hause reichen. Die letzten halbwegs sinnvollen Wolken (eher Flusen) standen nah…SEHR nah am EDR. Ich sah aufs Flarm und sah Matze, wie er knapp davor kreiste. Gut, also war das Steigen NICHT darin. Mir blieb keine andere Wahl als diese Wolken auch anzufliegen. Und tatsächlich, knapp vor dem Luftraum ging es mit 1-1,5m/s nach oben. Zwar war das Steigen nicht annährend so gut wie zuvor, aber dafür, dass die letzten Wolken nicht gezogen hatten, dies die letzten vor Blau waren und ich eh noch 5 Minuten übrig hatte, nahm ich das Steigen dankbar mit. In 2300m MSL begann ich meinen langen Endanflug, aber es sollte gut reichen.

Ich war schnell! Sau schnell! Schneller als Uwe! Nachdem ich nach der Pleite des gestrigen Tages fast abreisen wollte, war ich an diesem Tag besser als der Weltmeister. So nah liegen ab und an Freud und Leid.
Ich war die drittschnellste mit 100km/h, aber aufgrund meines hohen Indexes reichte es nur für den 5. Tagesplatz. Immerhin! Einen Platz hatte ich in der Gesamtplatzierung gut gemacht und lag jetzt auf Platz 31.
Jetzt galt es sich irgendwie Tag für Tag wieder zurück zu kämpfen. Und kämpfen kann ich!

https://www.weglide.org/flight/1124434



Das war die erste Hälfte der Deutschen Meisterschaft der Clubklasse auf Burg Feuerstein.

Fortsetzung folgt

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