Unterwegs auf Strecke

Lüsse Cup – der erste Wettbewerb

Da war er: Tag X. Mittwoch der 24.Mai 2017. Steffen sammelte mich zu Hause auf. Auch Marcus und Flausche-Hund Valentin waren schon da. Der Berg an Gepäck (inkl. Campingzubehör und Zeug was man zum fliegen braucht) musste im Auto verstaut werden und dann ging es auch schon weiter. Der nächste Halt war der Flugplatz Schönhagen, wo wir die Ls7 „SW“ abholen mussten. Also nichts wie hin, Hänger angehängt und auf nach Lüsse. Die Ziele für meinen ersten Wettbewerb: Nicht Letzte werden, nichts kaputt machen und vor allem mich nicht blamieren.
Vor Ort angekommen staunten wir erst einmal wie ein Segelflugplatz auch aussehen konnte. Wir waren ja unseren Friedersdorfer-Rustikal-Charme gewöhnt. In Lüsse wurden wir vor Ort freundlich empfangen und bekamen den Pin für die Schranke und so schlugen unsere Zelte auf dem Flugplatzeigenen Campingplatz auf. Dort gab es eigene Stromanschlüsse, eine kleine Küche, sowie Sanitäranlagen. Da es der Mittwoch vor Himmelfahrt war, fuhren wir noch schnell ins nahe gelegene Bad Belzig einkaufen und aßen etwas auf dem Rückweg. Wieder auf dem Flugplatz angekommen, hatten die vier Jungs aus Klix bereits ihre Zelte neben den unseren aufgeschlagen. Man begrüßte sich und stellte sich vor. Sehr nette Leute.

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Letzte Vorbereitungen am Abend

Am nächsten Morgen klingelte bei der Friedersdorf-Crew schon um 8 Uhr der Wecker. Nach einem kleinen Frühstück wollten wir in aller Ruhe den Flieger aufrüsten und vorbereiten, sodass nach dem Briefing genug Zeit zur Verfügung stand, um die Strecke ins Lx7007 einzuprogrammieren (sollte das erste praktische Mal sein. Zwar hatten wir vorher im SeeYou einige Probestrecken vorbereitet und das Handbuch gelesen, jedoch war die Praxis absolutes Neuland für uns). So stand in wenigen Minuten das Rüstwunder Ls7 fix und fertig auf dem Rasen hinterm Campingplatz. Noch schnell die Flächen abkleben und ab zum Hauptgebäude. Nach und nach trudelten die anderen Teilnehmer ein und um 10 Uhr begann Jakob mit dem Eröffnungs-Briefing. Jetzt wurde ich langsam doch etwas nervös, da Wettbewerbsfliegerei absolutes Neuland für mich war. Nach einigen Hinweisen zum Flugbetrieb und zur Umgebung, wurden die heutigen Aufgaben bekannt gegeben. Die Clubklasse bekam 255km RT. Lüsse – Brand – Lausitzring – Lüsse. Bekanntes Gebiet im Südosten Berlins, alles klar. Startbereitschaft 11.30 Uhr. Während ich meine Streckentasche packte, programmierte Steffen die Strecke ein und danach konnten wir den Flieger Richtung Start ziehen. Bereits auf dem Weg dahin konnte man beobachten wie sich der Himmel zuzog. Nur noch wenige blaue Flecken waren zu sehen.

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Zuerst sollte an diesem Tag die 18-20m Klasse starten, danach die Clubklasse. Die Eigenstartfähigen Flugzeuge starteten nach und nach zwischen den Seilrunden. Wir rückten immer weiter nach vorn und es wurde mir langsam aber sicher wirklich mulmig. Normalerweise bin ich vor Flügen immer recht entspannt, dieses Mal aber spürte ich deutliche Anspannung. Kurz vor dem Start wurde verkündet, dass Aufgabe B geflogen werden sollte. Die gleichen Wendepunkte, allerdings als AAT. Das ermöglichte eine Verkürzung der Strecke, da das Wetter immer schlechter wurde.
Nun war ich an der Reihe. Sierra Whiskey abflugbereit!

Das Seil straffte sich und dann ging es schon los. Der Schlepp war sehr angenehm und gleichmäßig. Die Tost-Winde war kein Vergleich zu unserer H4. Mühelos erreichte ich 500m Auskuppelhöhe und flog in die Platzrunde ein. Ich schaute auf das Variometer und…nichts. Etwas weiter entfernt kreisten einige Flugzeuge, jedoch zu weit um sie sicher zu erreichen. Ich flog die Waldkante ab. Nichts. Die Felder. Nichts. Nach einigen flachen Suchkreisen hatte ich meine Höhe verflogen und war gezwungen wieder zu landen. Das fing ja schonmal toll an. Ich befürchtete schon, mich total blamiert zu haben, jedoch alles halb so schlimm und man bot mir einen zweiten Versuch an. Alles halb so schlimm. Also wieder an den Start, Seil straff und ab nach oben. Im Querabflug fand ich auch ein wenig Steigen (inzwischen war der Himmel gänzlich bedeckt) und kreiste ein. Inzwischen war der Start für die Offene und 18-20m-Klasse freigegeben worden. Wir bekamen die Ankündigung, dass sich die Startlinie in 20 Minuten öffnen würde. So biss ich mich an dem wenigen Steigen fest und nach und nach kamen auch die anderen Clubklasse-Flugzeuge in meinem Bart an. Dann machte ich eine weitere Wettbewerbs-Erfahrung: Fliegen im Pulk. Am Platz war es ja schon Hochbetrieb, wenn zwei anderen Flugzeuge mit einem im selben Aufwind flogen. Ich zählte nun 6 Flugzeuge. Mein Flarm blinkte quasi permanent auf (wovor man mich schon gewarnt hatte) und mein Blick wechselte von den Fliegern vor und über mir, zu dem Blick über die Fläche. Die Instrumente sind erst einmal zur Nebensächlichkeit geworden. Das Vario piepste ja schließlich und die Geschwindigkeit konnte man anhand des Fahrtgeräusches und des Horizont-Abstandes  abschätzen. So kämpften wir uns Meter für Meter nach oben, bis wir schließlich die dunklen Wolken erreichten. Im Funk wurde nun auch der Start für die Clubklasse eröffnet. Ich sah auf den Höhenmesser: 600m. Das ist definitiv keine Arbeitshöhe, mit der ich einen Streckenflug starten wollte. Selbst die 950m die wir meist in Friedersdorf zur Verfügung hatten, waren alles andere als komfortabel. Auf Strecke habe ich in dieser Höhe meist schon ein Feld in Aussicht. Nachdem sich meine Nervosität während des bisherigen Fluges gelegt hatte (ich hatte ja genug andere Dinge auf die ich mich konzentrieren musste), wurde ich nun doch wieder etwas unruhiger. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass das nun tiefe Brummen des Varios, welches Sinken signalisierte, mir dann doch gelegen kam. Da wir nun alle an Höhe verloren, schwärmte der Pulk erneut aus. Da aber nun seit geraumer Zeit  auch nur der Hauch eines Sonnenstrahls fehlte, landeten nach und nach die ersten Flugzeuge. Auch ich reihte mich in die Platzrunde ein. Hinter mir die DG300 und der Astir. Beim Ausrollen kam dann der erlösende Funkspruch „Clubklasse wird neutralisiert“. Selten habe ich mich so über eine eigentlich schlechte Nachricht gefreut.  Mein zweiter Flug dauerte fast eine halbe Stunde, was mir aber viel länger vorkam. Wir schoben den Flieger an den Rand und beschlossen erst einmal etwas essen zu gehen. Lüsse hat auch einen Küchendienst, der für die Verpflegung zuständig ist. So wurden wir lecker von Paul (den ich bereits im Vergleichsfliegen 2016 kennenlernen durfte) bekocht und frisch gestärkt fuhren wir die „SW“ zurück zum Hänger und rüsteten sie ab. Da es früher Nachmittag war, trafen wir uns mit den anderen vor dem Hauptgebäude und knüpften erste Kontakte. Alle waren sehr nett, man kam ins Gespräch und tauschte sich aus. Es stellte sich heraus, dass ich nicht die einzige ohne Wettbewerbserfahrung war und so gab uns Robin einige nützliche Tipps und schlug vor, die nächsten Strecken zusammen anzugehen. Man beschloss gemeinsam den Abend zu verbringen. Leider hatten an diesem Feiertag sämtliche Bowlingbahnen in der Umgebung keine freien Plätze mehr und so reservierte ich einen Tisch beim (schon von vielen empfohlenen) Griechen für 19:30 Uhr. Nun schwärmten wieder alle aus, um sich frisch zu machen. Um Sieben dann traf man sich wieder und fuhr in einer Kolonne nach Bad Belzig. Dort stand der Tisch für 12 Personen bereit und wir bekamen erst einmal einen Ouzo in die Hand gedrückt. Salat. Ouzo. Dann der Hauptgang, bei dem wir feststellen mussten, dass Jonas damit Recht hatte, dass eigentlich ein Kinderteller dicke reichen würde. Nach der dritten Ouzo Runde war die Stimmung super (auch bei den Fahrern, die Ihren abgegeben hatten…oder vielleicht gerade deswegen?), man erzählte sich Geschichten und lauschte den Erfahrungsberichten der erfahrenen Fliegern. ging es dann irgendwann zurück zum Flugplatz. Man trank noch ein Bier zusammen und dann ging es auch schon wieder zurück ins Zelt.
Tag zwei. Bereits beim Aufstehen  lag eine dicke Wolkenschicht über Lüsse und wir beschlossen den Flieger erst einmal im Hänger zu lassen. Der Wetterbericht versprach eine Auflockerung der Wolken gegen die Mittagszeit und so wurde die Startbereitschaft auf 12 Uhr verlegt. Als wir die Ls7 zum Start zogen konnte man beobachten wie es nach und nach aufriss. Heute stand die Clubklasse in der Startreihenfolge vorne. AAT: Lüsse – Genthin – Lindau – Schoena Kolpien und zurück.

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Als die Ersten gestartet sind, sah es schon nach einem brauchbaren Flugtag aus. Dann war ich an der Reihe. Meine Crew wünschte mir noch einmal viel Erfolg und dann ging es schon los.

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Im Gegenanflug schlug auch schon das Vario aus und ich kreiste ein. Die ersten Kreise ging es mit runden 2 m/s nach oben, allerdings wurde es mit der Zeit immer zerrissener, dass selbst das Zentrieren nichts bringen sollte und ich gezwungen war in 600m den Bart zu verlassen und mir einen anderen zu suchen. Westlich des Platzes kreisten schon einige Segler zusammen und ich reihte mich ein. Dieses Mal ging es ebenso zerissen auf 800m. Nächster Bart, nächste 100m. So dauerte es einige Zeit, bis ich mich auf 1000m hochgearbeitet hatte. Höher ging es erst einmal nicht. Nicht weil die Basis so tief lag, sondern weil die Wolken irgendwann nicht mehr richtig gezogen hatten. 20 Minuten nach dem letzten Start, öffnete sich die Startlinie und wir schwärmten aus. Blöderweise hat sich ein sehr großes blaues Loch genau in Richtung erster Wendepunkt gebildet. Zwar stand heute eine AAT Aufgabe an, jedoch musste man ja erst einmal in die Nähe des Kreises kommen. Die ersten drei Flugzeuge machten sich direkt los und auf einmal waren sie verschwunden. Der Rest der Clubklasse flog am Flugplatz von Wolke zu Wolke hin und her wie ein Tiger im Käfig und keiner traute sich so recht den Anfang zu machen. Die Arbeitshöhe wurde nicht besser und die Bärte wurden nicht runder. Alles in Allem nicht allzu optimal einfach mal ins Blaue zu fliegen. Kreisenderweise überlegte ich mir meine Taktik für den ersten Wendepunkt: So gut es geht westlich den Wolken nach Norden zu folgen und dann mit einem großen Sprung auf kürzesten Weg zum Wendepunkt. Das war zwar mit einem großen Umweg verbunden, aber schien mir erst einmal am sinnvollsten. Die erfahrenen Piloten in Friedersdorf hatten am Wochenende zuvor mir schon prophezeit, dass Murphy bei Aufgaben gerne zuschlägt und meist irgendein Wendepunkt mitten im blauen Nirgendwo liegen sollte. Jetzt spürte ich den Murphy am eigenen Leib. Aber irgendwie muss man da ja hinkommen. Also folgte ich den Wolken (der Umweg war so groß, dass ich auf dem Weg schon den zweiten Wendepunkt kreuzte), bis ich auf dem kürzesten Weg zum ersten Ziel war. Kurz vor dem großen Sprung holte mich der Discus „DS“ ein und wir sammelten noch einmal gemeinsam etwas Höhe (auch dieser Bart war alles andere als Rund). Bauch einziehen, Sollfahrtgeber an und los geht es. Glücklicherweise trug uns unsere Linie ganz gut und wir kamen nach dem ein oder anderen Angstkreis in noch 900m über Genthin an. Da es gerade gut trug, entschied ich mich noch ein wenig in das Gebiet hineinzufliegen, der Discus wendete schon direkt an der Grenze und setzte mit dem zweiten Schenkel fort. Nachdem ich gewendet hatte, flog ich schleunigst zum Bart und dem er bereits gute 300m über mir kreiste. Da die Ls7 bekannterweise keine zerrissene Thermik mag (ich bin gerade dabei herauszufinden weswegen und studiere die Flügelprofile), brauchte ich für 1200m zu erreichen eine gefühlte Ewigkeit, sodass die „DS“ fast schon am Horizont verschwand. Glücklicherweise konnte ich mich an dessen Linie etwas orientieren und holte kurz vor dem zweiten Wendegebiet den Astir „EX“ ein, der die erste Gruppe verloren hatte. Da wir nun anscheinend die letzten waren, beschlossen die Pilotin Franca und ich dem restlichen Weg gemeinsam fortzusetzen. Ls7 und Astir…klingt zwar abenteuerlich, aber wir haben uns gut ergänzt. Es schien, als hätten wir das Schlimmste überstanden und vor uns klebten wunderschöne Cumuluswölkchen am Himmel.  Vor uns lag nun das RMZ um Wittenberg mit dem ED-R. Aufgrund des Kirchentages war es uns verboten direkt über den Stadtkern zu fliegen. Blöderweise verlief die Kurslinie (und die besten Wolken) genau durch das Gebiet. Nach kurzer Absprache entschieden wir uns den Weg nördlich des ED-Rs zu wählen. Zwar lag darin auch wieder ein kleiner blauer Abschnitt, der schien aber nicht allzu dramatisch. Wir funkten eine Blindmeldung auf die RMZ-Frequenz und kündigten unseren Durchflug an. Der Plan ging auf und wir gelangten an den östlichen Rand des Gebietes. Nun folgte die nächste Herausforderung. Um das dritte und letzte Wendegebiet zu erreichen, mussten wir über das Gebiet von Holzdorf drüber. Zwar ist dies nur 853M GND hoch, allerdings hatte man ja schon den ganzen Tag mit mäßiger und zerrissener Thermik zu kämpfen. Viele angeflogene Bärte stellten sich als Fehler heraus und verbargen auf der Rückseite starkes Sinken. Außerdem lag die maximale Arbeitshöhe bei 1400m (und selbst die erreichte man sehr selten, da es schon vorher umschlug). Viel Spielraum hatten wir nicht, aber wir mussten den direkten Weg nehmen. Nördlich davon stand wieder ein großes blaues Loch und der Umweg über den Süden schien uns doch etwas zu groß. Also nahmen wir noch einmal alles mit was ging und flogen los. Hier machte sich die hervorragenden Vorflug-Eigenschaften der Ls7 bemerkbar. Nach wenigen Kilometern war der Astir deutlich unter mir. So erreichten wir (bzw. ich) in etwas mehr als 1000m den letzten Wendepunkt östlich von Holzdorf. Nun standen wir aber vor dem gleichen Problem wie eben, wir mussten noch einmal über das ED-R drüber. Nördlich von uns standen zwar schöne Wolken, jedoch war die Thermik auch hier sehr zerrupft und brachte immer nur wenige Meter. Da es inzwischen schon Nachmittag war, entschieden wir uns für den kürzest möglichen Sprung über Holzdorf (denn auch hier stand wieder ein blaues Loch neben uns). Als ich das Gebiet endlich hinter mir lassen konnte, suchte ich meine Teampartnerin und fand sie einige hundert Meter unter mir. Ich konnte mich zwar auf 1100m halten, und fand auch noch ein wenig Steigen, jedoch war der Astir so tief, dass er keinen Anschluss mehr fand. Über Funk erkundigte ich mich, ob sie ein geeignetes Feld für den Notfall sieht, oder es noch nach Oehna schaffen könnte. Sie bejahte ersteres, verneinte die zweite Frage und funkte, dass ich schonmal ohne sie weiterfliegen soll. Apropos Funk: Inzwischen hörte man schon einige Landemeldungen auf der Flugplatzfrequenz und ich hatte noch fast 50km vor mir. Also flog ich alleine weiter und steuerte eine große Wolke über den Windrädern an. Diese erreichte ich in 900m Höhe flog einige Suchkreise. Da ich ja eben gesehen hatte, wie schnell man den Anschluss an die Thermik verlieren kann an diesem Tag, wollte ich vor meinem nächsten Sprung noch ein wenig Höhe gewinnen. Das Vario schlug ein wenig aus und ich kreiste ein. Wie man im Fachjargon sagt ein positiver Nuller. Aber ich blieb erst einmal in diesem Bart, bis mir etwas Besseres einfallen würde. Nach einigen Kreisen zeigte die Anzeige mit dem mittleren Steigen 0,5m/s an. Nicht wirklich viel, aber es sollte erst einmal reichen um sicher Höhe zu gewinnen.
Nun hatte ich Zeit mich nach meiner Kollegin zu erkunden und funkte die „EX“ an. Diese sei gerade gelandet, aber ihr gehe es gut. Sehr schade, sie hatte gut gekämpft. Um nicht genauso zu enden, entschied ich mich den Aufwind erst einmal mitzunehmen, auch wenn das Steigen recht gering  war. Um es sicher nach Hause zu schaffen, brauchte ich noch einmal ordentlich Höhe. Nach bestimmt einer Viertelstunden in diesem Kreis, hatte ich die dort größtmögliche Höhe von ungefähr 1400m erreicht und machte mich Richtung Lüsse auf. Auch dieser Weg lag überwiegend im Blauen, mit ein paar Fetzen in der Mitte. Erfreulicherweise trug  die Linie aber besser als gedacht, sodass ich über Funk die letzten 10km ankündigen konnte. Man fragte im Äther nach dem Astir, worüber ich auch sogleich Auskunft gab. In 800m Höhe (auf dem Heimweg machte ich noch ein paar Angstkreise. Aus meiner Außenlandung in Gräbendorf hatte ich gelernt, und nahm erst einmal lieber noch ein wenig Höhe mehr mit. Zwar kostete dies wieder Zeit, aber ich wollte lieber sicher ankommen und einen Geschwindigkeitsrekord stellte ich an diesem Tag ja sowieso nicht auf). Nachdem ich gelandet war und nach über fünf Stunden wirklich fertig aus dem Flieger ausstieg, empfing mich meine Mannschaft auch schon mit Schulterklopfen. Wir zogen die „SW“ zum Hänger und ich gönnte mir erst einmal ein wohlverdientes Bier. Nachdem der Flieger verstaut war, gaben wir den Flug zum Auslesen. Alle Wendegebiete getroffen und Platz 5 der Tageswertung. Sah doch schon einmal gut aus.

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Quelle: Onlinecontest.org

Samstag. Schon eine Stunde bevor der Wecker klingeln sollte wachte ich auf. Nach einer warmen Dusche ging ich eine Runde spazieren und beobachtete das Wetter. Es war blau und schon am frühen Morgen knallte die Sonne mit ganzer Kraft. Als ich von meinem Spaziergang zurückkam kamen bereits die ersten aus ihren Zelten gekrochen. Auch heute rüsteten wir den Flieger vor dem Briefing auf. Um 10 Uhr traf man sich und lauschte den Instruktionen. Heute stand wieder eine RT Aufgabe an. Lüsse- Lausitzring-Brand und zurück. Also gleiches Spiel wie Donnerstag nur in umgekehrter Reihenfolge, da der Wind gedreht hatte. Der Start lag heute also auf der Seite mit dem Campingplatz. Da wir es nicht weit hatten und somit den Flieger nicht einmal über den Flugplatz ziehen mussten, gönnte man sich noch ein paar Minuten in der Sonne (in der Hoffnung, dass ich wenigstens ein wenig Bräune abbekomme). Da es heute blau bleiben sollte, beschloss man gemeinsam loszufliegen. Also sammelte sich die Clubklasse bereits nach dem Start zusammen in einem Bart. Der erste ging auch ganz gut und brachte uns auf 1300m. Aber noch war die Startlinie nicht offen und man harrte in Flugplatznähe aus. Langsam verteilte sich auch die Clubklasse auf das Gebiet rund um den Flugplatz. Als nun endlich die Startlinie eröffnet wurde, wollte man noch einmal Höhe tanken um loszufliegen. Nachdem mir die gestrige zerrissene Wolkenthermik schon sehr zu schaffen gemacht hatte, musste ich feststellen, dass die heutige Blauthermik ebenso zerrupft ist. Schnell stiegen mir die anderen Flugzeuge im Bart davon und flogen ab. Da machte ich den ersten Fehler: Da ich vorher noch nie in Blauthermik eine Strecke geflogen bin, wollte ich unter keinen Umständen die anderen verlieren. Also verzichtete ich auf die paar Hundert Meter und flog schnell hinterher. Bis zum nächsten Aufwind hatte ich sie zwar wieder eingeholt, allerdings flogen sie auch dieses Mal bestimmt 200m über mir weiter. Dieses Mal wollte ich noch ein paar Meter mitnehmen, aber da auch hier das Steigen nicht rund war, flog ich weiter. Die anderen waren inzwischen außer Sichtweite und ich hörte sie nur noch über den Funk miteinander kommunizieren. Über dem Flugplatz „Altes Lager“ kreiste ich noch einmal ein und versuchte so gut es ging den Bart zu zentrieren. Ich richtete kurz vor dem stärksten Steigen auf, flog einige Sekunden geradeaus und kreiste wieder ein. Das tiefe Brummen des Varios verhieß nichts Gutes. Da wo es eigentlich besser Steigen sollte, war nur noch Sinken. Großes Sinken. Also flog ich in 1000m weiter auf Kurslinie in der Hoffnung unterwegs etwas zu finden. In 350m kam ich in Reinsdorf an und kontaktierte schon mal zur Sicherheit den Segelflug am Platz. Kurz bevor ich aufgegeben hätte fand ich noch einmal etwas Steigen, was mich auf 800m brachte. In dieser Höhe wollte ich allerdings nicht den Platzbereich verlassen. Ich setzte mir als Weiterflug-Grenze 1000m und suchte erneut nach Thermik. Auch der nächste Bart brachte mich wieder nur auf ungefähr 800m. Und erneut begann die Suche in Platznähe. Ich flog die Waldkanten unter Beachtung der Windrichtung ab, konnte aber nichts finden. So drehte sich der Höhenmesser langsam aber stetig rückwärts und nun blieb mir wirklich keine andere Wahl als in Reinsdorf zu landen. Im Nachhinein muss ich ehrlich zugeben, dass ich nach dem zweiten Versuch irgendwie schon aufgegeben hatte.
Nach der Landung rief ich meine Crew an und diese machte sich auch sogleich auf den Weg. Die Leute am Platz waren alle sehr nett und empfingen mich freundlich. Ich traf bekannte Gesichter und lernte dort auch einen Ls7-WL Piloten kennen, mit dem ich noch einige Zeit über die Stärken und Schwächen des Flugzeuges sinnieren konnte. Wir waren uns einig, dass sie diese Schwubbel-Thermik nicht mag (sag ich doch!), aber trotzdem ein wunderbares Flugzeug sei. In der flugplatzeigenen Gaststätte gönnte ich mir dann ein Stück Kuchen (Pflaumen-Streusel…sehr lecker) und ein kühles Radler.

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Während ich den Außenlande-Kuchen genoss dachte ich über den Flug nach und überlegte mir, wo und wann meine Fehler lagen. Ich hatte mich anscheinend so darauf versteift zusammen mit den anderen zu fliegen, dass ich auf sichere Höhe verzichtete, um den Anschluss nicht zu verlieren. Aber genau deswegen verlor ich den Rest der Truppe und das hatte mich wohl so sehr aus dem Konzept gebracht, dass ich nur noch darüber nachgedacht hatte, dass ich es alleine sowieso nicht schaffen könnte und zu früh aufgegeben hatte. Allerdings sagte ich mir auch, dass eine Außenlandung auf einem Flugplatz die richtige Entscheidung war und nicht auf Teufel komm raus mit niedriger Höhe weiterzufliegen und womöglich fünf Kilometer weiter in einem Feld einzuschlagen. Meinen fünften Platz konnte ich zwar nun vergessen, aber dafür war der Flieger noch heil geblieben.
Apropos Flieger. Nachdem ich gestärkt war, lieh ich mir am Platz einen Eimer und Lappen und bereitete die „SW“ so gut es ging für den Abtransport vor. Also Tape abziehen und schonmal schön putzen. Danach nutzte ich die Zeit und unterhielt mich mit den Fliegern am Platz über deren heutige Erfahrungen. Ich war wieder beruhigt, dass meine Empfindungen bestätigt wurden und kurze Zeit später meldete sich der Vereins-Duo übers Telefon. Außengelandet in Freiberg. Mindestens drei Stunden Fahrzeit. Da war ich froh, dass den Luxus hatte einen Flugplatz „In der Nähe“ getroffen zu haben. Luftlinie sind es um die 50km, allerdings musste man mit dem Auto über sämtliche Dörfer fahren und so kommt man auch hier auf fast anderthalb Stunden. Aber immernoch besser als drei dachte ich mir. Dann kam auch schon meine Rückholmannschaft an und wir rüsteten fix den Flieger ab. Auf dem Rückweg (über besagte Dörfer) kam uns der Hänger aus Klix entgegen und ich war beruhigt, dass ich heute nicht die einzige Außenlandung war.

Der letzte Wertungstag brach an. Auch am Sonntag sollte es blau werden. Da die Voraussichten nicht allzu gut waren, trug man uns nur eine kleinere Aufgabe auf. Abfluglinie bei Niemegk – Herbersdorf – Brand und nach Hause. 155km.

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Auch an diesem Tag war es sehr heiß und bevor man starten konnte, brutzelte man erst einmal in der Sonne. Ich legte mich auf die Decke im Schatten der Fläche und kritzelte die Strecke auf meine Karte (da mir das Klebeband ausgegangen ist, musste nun endgültig die Karte verunstaltet werden. Da ich mir aber sowieso eine laminierte zulegen wollte nicht weiter schlimm. Außerdem war dies ein Zeugnis der „Heldentaten“ :D). Glücklicherweise war sowohl Holzdorf als auch Kummersdorf nicht aktiv und um Wittenberg flog man auch einen großen Bogen.
Nachdem mein erster Start wieder nur eine Platzrunde war (war aber dieses Mal nicht die einzige) hatte ich schon wieder ein ungutes Gefühl. Schon wieder Blau und die Vorhersage waren schlechter als die gestrigen. Aber kampflos wollte ich nicht aufgeben, also setzte ich mich erneut in die „SW“ und hängte mich an die Winde. Dieses Mal fand ich direkt im Querabflug Steigen und kreiste ein. Und es war sogar halbwegs gleichmäßig, was mich dann doch sehr beruhigte. Inzwischen war die Startlinie offen und die Clubklasse flog schon los. Doch den gestrigen Fehler wollte ich nicht wiederholen und blieb weiter in meinem Bart und gewann kontinuierlich an Höhe. Je höher ich kam, desto besser war das Steigen. In 2100m verließ ich meinen Aufwind, überflog die Startlinie und setzte Kurs Richtung Reinsdorf. Als Scherz verabschiedete ich mich gestern mit „bis morgen“, aber ohne einen einzigen Kreis zu machen kam ich in 1100m am Platz an. Nach kurzen Suchen fand ich wieder Steigen und schraubte mich nach oben. Kurz darauf war auch schon ein anderer Segler unter mir und kreiste mit. Ich erkannte die „DS“ und wurde sogleich im Funk begrüßt. Die „KL“ und „DX“ waren auch bald im Bart und ich freute mich sehr, dass ich sie doch eingeholt hatte. Vielleicht könnte ich ja dieses Mal mithalten und wenn nicht…auch egal, dann mache ich eben mein eigenes Ding. In 1800m verließen wir den Aufwind und setzten Kurs auf den ersten Wendepunkt. Wenige Minuten später war dieser passiert und wir bogen Richtung Tropical Islands ab. Der Schildkrötenpanzer ist sehr gut von weitem zu erkennen und eine nützliche Orientierungshilfe. Wir flogen in einer Reihe um eine möglichst große Fläche abzudecken. Trotz einiger Kreise, fand man nichts Brauchbares und flog weiter zum zweiten Wendepunkt. Kurz davor flog ich durch großes Sinken, was Aufschluss darüber gab, dass in der Nähe ein hammer Bart stehen sollte. Der musste unbedingt gefunden werden, da ich nur noch knappe 1000m zur Verfügung hatte. Also flog man über das Hallendach und man erkannte viele Badegäste in den außenliegenden Pools. Naja, dachte ich, es gibt sicher auch schlechtere Orte als den diesen um außenzulanden. Handtuch hatte ich vorsorglich eingepackt. Doch soweit kam es nicht, denn besagter Hammerbart stand kurz hinter der Halle. Mit über 2m/s katapultierte er uns nach oben. Da man sich wieder unter den aus Friedersdorf wohlbekannten Luftraum C lag, verließ man in 1800m den Bart und da ich es beim Hinflug irgendwie verpeilt hatte den nahegelegenen Wendepunkt mitzunehmen, musste ich noch mal ein paar Kilometer zurück. Die anderen flogen davon, was mir dann aber egal war. Ich hatte mir ja vorgenommen in solchen Fällen mein eigenes Ding zu machen und in diesem Zen-Modus flog ich nun auch weiter. Wendepunkt mitgenommen und ab nach Hause. 76 Kilometer lagen vor mir und das im Blauen. Quasi wie der Blinde der durch den Wald läuft und hofft gegen einen Baum zu stoßen. Sollfahrt an und weiter. Kurz vor dem Sägewerk sammelte ich noch ein paar hundert Meter und sah die anderen einige Kilometer weiter kreisen. Doch auch dieses Mal waren sie schnell verschwunden und ich setzte meinen Weg auch fort, als das Steigen schwächer wurde. Ich flog parallel zur Zone an der Waldkante entlang, aber fand nichts Brauchbares. Luckenwalde war schon in Sicht, als ich vollends absoff. In 800m wollte ich nicht über die Stadt fliegen und schaute mich vor mich hin fluchend nach einem geeigneten Feld um. Nahe eines Freibades (Nach über zwei Stunden im Flieger bei über 30 Grad Außentemperatur war ich schon ordentlich gar) fand ich ein schönes braunes Feld genau in Windrichtung und suchte dort in der Nähe nach der rettenden Thermik. Auch dieses Mal flog ich die Waldkanten ab, nichts. Große Suchkreise, nichts. Noch 650m. Im Funk hörte ich die anderen die anscheinend gerade den letzten Bart verließen und zum Endanflug ansetzten. Ich wollte auf keinen Fall so kurz vor dem Ziel scheitern und setzte meine Suche fort. Etwas anderes blieb mir ja schließlich auch nicht übrig. Plötzlich schlug endlich das Vario aus und ich kreiste ein. Den Steuerknüppel fest umklammert beobachtete ich die Anzeige und hoffte, dass es brauchbar war. Und das war er! Es war zwar nicht der Knüller, reichte mit seinen durchschnittlich 1m/s aus, um mich erst einmal auszubuddeln. In höchster Konzentration zentrierte ich vorsichtig, um nicht herauszufallen. Mal war das Steigen besser und mal war es schlechter, aber es stieg. Meter für Meter gewann ich wieder an Höhe und langsam wich die Anspannung. Nach vielen Minuten hatte ich mich auf 1600m gekämpft (über den Funk hörte ich schon etliche Landemeldungen) und setzte meine Reise fort. Zwar zeigte der Endanflugrechner einige Hundert Meter über Flugplatzhöhe an, aber ich wollte lieber wieder auf Nummer sicher gehen und nahm noch zwei Bärte mit. Das Ausgraben bei Luckenwalde hat sowieso so viel Zeit gekostet, da kam es auf die paar Minuten mehr auch nicht mehr an. Den letzten Kreis machte ich in 1800m und folgte der Kurslinie Richtung Lüsse. Nachdem ich nun den vierten Tag dort geflogen bin, erkannte ich schon einige Geländemerkmale und funkte bald schon die 10km-zum-Flugplatz-Meldung. Dieses Mal erreichte ich den Flugplatz in 550m Höhe und flog die Höhe ab. Aus dieser Höhe konnte ich auch beobachten wie die Asw22 im tiefen Überflug das Wasser abließ. Sicher eine willkommene Abkühlung der Bodenbesatzung. Nachdem diese gelandet und Richtung Halle ausgerollt war, ging auch ich in den Landevorgang. Auf dem Boden angekommen empfing mich meine Crew strahlend und zog die Ls7 zum Hänger.

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Quelle: Onlinecontest.org
Da gerade noch unsere Nachbarn aus Klix ihre Flieger abrüsteten, nutzten wir die Zeit und packten noch den Rest unseres Campinggepäcks ein (und selbst der Focus Kombi wurde langsam eng). Robin (netter Kerl) war so freundlich und nahm meine Datei mit zum Auswerten. Meine Platzierung war also erst einmal unbekannt. Zwar hatte ich durch die gestrige Außenlandung einen großen Rückstand zum Mittelfeld, hoffte jedoch durch den heutigen Flug irgendwie wieder ranzukommen. Wenigstens nicht Letzte werden und erhobenen Hauptes zurück nach Friedersdorf fahren.
Nachdem der Flieger verstaut und der Hänger ans Auto angehängt war fuhren wir mit allem zum Hauptgebäude, wo die Siegerehrung stattfinden sollte. Nun wurde es spannend.
Nach einer kleinen Ansprache kam Jakob zu den Ergebnissen des heutigen Wertungstages für die Clubklasse: 5. Platz.
Danach wurden die Gesamtwertung verkündet und ich drückte ganz fest die Daumen.
Und da stand es: „SW“ auf Platz 6. Juhu! Hatte ich mich nach dem verkorksten Samstag wieder zurück ins Mittelfeld gekämpft. Das war ein Ergebnis mit dem ich total leben konnte und auch ein wenig stolz auf mich sein konnte. Das Ziel, nicht Letzte zu werden hatte ich voll erfüllt und sogar noch mehr erreicht. Kaputt gegangen ist auch nichts und blamiert habe ich mich hoffentlich auch nicht.
Da wir noch eine gute Strecke nach Friedersdorf vor uns hatten, verabschiedeten wir uns und machten uns auch kurz darauf auf den Weg.

Von meinem ersten Wettbewerb nehme ich einiges an Erfahrung und Eindrücke mit. Ich habe vieles gelernt, zuviel um alles hier aufzuzählen. Am wichtigsten aber, habe ich an Selbstbewusstsein gewonnen und festgestellt, dass man sich nicht krampfhaft von anderen abhängig machen soll, auch wenn man in ungewohnter Umgebung bei eher widrigen Wetterverhältnissen fliegt. Ich werde öfter auf meine Erfahrung und Können vertrauen und mich auch mal an Herausforderungen heranwagen.
Wir haben viele neue tolle Leute kennengelernt und gesehen, wie es auf einem Wettbewerb zugeht (auch wenn ich denke, dass der Lüsse Cup doch eher locker ist).
Eine Wettbewerbspilotin ist nur so gut wie ihre Bodencrew, darum möchte ich mich bei Marcus und Steffen für ihre außerordentliche Arbeit bedanken. Durch ihre Hilfe konnte ich mich ganz aufs Fliegen konzentrieren. Gerne nächstes Jahr wieder.
Mein Dank gilt auch dem Flugplatz Lüsse für die Organisation und den reibungslosen Ablauf.

Insgesamt bin ich an diesem (verlängerten) Wochenende 554km geflogen und war fast 12 Stunden in der Luft. Es hat sich gelohnt 🙂

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