Der erste Wettbewerb des Jahres! Das Teilnehmerfeld war sehr stark und ich schätzte meine Chancen mich für die DM zu qualifizieren als recht gering ein, sodass ich als Hauptquali Burg Feuerstein Anfang August meldete und Bayreuth als Training deklarierte.
Wir reisten trotz der miserablen Wetteraussichten für die kommenden Tage bereits Mittwoch an, um ein bisschen auszuspannen.
Donnerstagvormittag ging es zum Sightseeing nach Bayreuth, gegen Nachmittag trafen Tamino und Julius ein und am Abend ging es zum Wiegen und zur Anmeldung mit Spocky.

Da der Anhänger Freitag früh in Bayreuth einen Termin für den TÜV hatte, wurde der tapfere Discus gut in seine Bezüge eingepackt und durfte draußen übernachten. Da es die Nacht auf Freitag ganz ordentlich regnete, durften wir nach erfolgreichem TÜV und nachdem Spocky wieder im Anhänger verstaut war (die nächsten beiden Tage sollten auch durch Dauerregen geprägt sein), die Bezüge zum Trocknen in die Halle des LSG Bayreuth aufhängen. Dort fanden auch das Eröffnungsbriefing am Freitagabend, sowie alle anderen Briefings statt.

Samstag 7. Juni + Sonntag 8. Juni – Schlechtwetterprogramm
Samstag wurde bereits beim morgendlichen Briefing neutralisiert, da uns das Wetter eindeutig und gewaltig einen Strich durch die Rechnung machte. Aber die Bayreuther waren optimal vorbereitet und boten eine Stadtführung an.
Wir hatten andere Pläne und fuhren mit vollem Auto zum Feuerstein, um Tanja bei der finalen Montage ihrer Muggibutzis an ihre ASW20 zu unterstützen.

Sonntag wurde auch bereits früh neutralisiert, an diesem Tag war wirklich Dauerregen angesagt und wir begaben uns unter die Erde in ein interessantes Bergbaumuseum (da war es wurscht, ob es den ganzen Tag wie aus Eimern schüttet).

Montag 9. Juni – Den Osten Nürnbergs erkunden
Das Wetter passte endlich wieder! Auch wenn die Vorhersagedienste wieder den Farbkasten umgeworfen hatten, war schon früh eine leichte Abschirmung zu erkennen… der Staub vom kanadischen Waldbrand, der sich hartnäckig über Europa hielt. Zum Glück erkannte die Wettbewerbsleitung das schon früh und ließ sich nicht von den Thermikvorhersagen (die die Plörre anscheinend nicht auf dem Schirm hatten) zu übermäßig großen Strecken verleiten.



So wurde es eine nette 312km lange Racing Task zuerst nach Südosten in den Frankenwald, mit einem anschließenden Abstecher an Regensburg nach Westen vorbei, danach zurück in den Frankenwald und ab nach Hause. Ich freute mich darauf eine neue Gegend kennenzulernen. Ich stand relativ weit vorn im Grid und musste nach dem Flugzeugschlepp noch einige Zeit warten, bis alle in der Luft waren und sich die Startlinie öffnete. Aber am Ochsenkopf konnte man ganz gut parken und dort stand auch immer zuverlässiges Steigen. Leider reduzierte die Leitung die maximale Abflughöhe von 1600 auf 1500m in der Luft, sodass man in gut 750m AGL über den Hügeln abfliegen musste.

Gesagt getan und los ging’s! Die Abfluglinie erwischte ich ziemlich gut und gab Gas. Vor mir folgen Wolli und Jan, an deren Fersen ich mich erst einmal heftete. Ich wollte wieder von den Profis lernen. Die ersten paar angeflogenen Wolken brachten kein Steigen, welches es wert gewesen wäre einzukreisen und so steuerten wir einige Wolken über einem waldigen Hügel an. Es bedeutete zwar relativ tief zu kommen, aber die Wolken sahen gut aus und zur Not könnte ich auch wieder ins ein wenig flachere Gelände gleiten. Nach kurzem Abfliegen und Suchen war aber das Steigen gefunden und in 460m über Grund (es wurde gleich zu Beginn spannend) ging es mit anderthalb Metern wieder nach oben. Weil das Steigen verhältnismäßig nicht so der Brüller war, ging es nach 400m Höhengewinn wieder weiter. Kurz vor dem Flugplatz Weiden standen 2m/s, die wir dankbar mitnahmen und mich in einer Höhe von 1750m MSL / 1350m AGL wieder ausspuckten. Die Optik war gut und so wurde erneut Gas gegeben. Der erste Schenkel war zur Hälfte schon geschafft.

Nordöstlich vom Flugplatz Schwandorf verleitete die Optik leider zum Heizen, sodass in 600m über Grund ein etwas schwächerer Bart mitgenommen werden musste, um sich nicht ins Aus zu katapultieren. Über dem Oberpfälzer Wald ging es dann wieder etwas besser und mit durchschnittlich 2m/s Steigen ging es im Sägezahn zur ersten Wende bei Roding. Kurz davor erreichten wir auch die höchste Höhe des Tages mit 1900m MSL. Mit 1500m über Grund war eine komfortable Höhe zum weiterfliegen erreicht. Auf dem zweiten Schenkel hatten wir 15km/h Gegenwind, leider bildeten sich aber keine nutzbaren Wolkenstraßen, zumal es auch schon ein wenig abtrocknete. Aber an Bremsen war gar nicht zu denken. Mit 150km/h ging es im Vorflug zur nächsten gutaussehenden Wolke. So durfte ich mir Regensburg erst einmal aus 600m anschauen, aber 1,5-2m/s brachten zügig wieder etwas Abstand zwischen mich und die Stadt (von oben aber sehr schön anzuschauen). Die beiden kurbelten mich in diesem Aufwind leider gnadenlos aus und ich war auf einmal 200m unter ihnen. Ich setzte dann alles auf eine Karte, die anderen flogen einen Umweg über eine kleine Aufreihung im Süden, ich wagte den Sprung direkt an die Wende in der Hoffnung den Rückstand wieder aufholen zu können. Das hatte zwar einen größeren Sprung zur Folge, aber die Wolke kurz vor der zweiten Wende sah gut aus. Mein Plan ging auf und ich konnte mich dort wieder auf 1200m über Grund kreisen, die anderen hatte ich auch wieder eingeholt. Ha! Also ging es danach wieder zurück, da die dritte Wende kurz hinter der ersten lag.

Nun freute ich mich über den Rückenwind, der den Schenkel wohl um einiges vereinfachen sollte. Südlich von Regensburg ging es wieder auf 1900m MSL und mit einem bisherigen Aufgabenschnitt von 95km/h war ich mehr als zufrieden. Jetzt nur nicht nachlassen! Mit dem Rückenwind gelangen die nächsten Sprünge von Wolke zu Wolke mühelos und die letzte Wende näherte sich schnell. Allerdings verloren die Wolken nach und nach auch ihre definierte Optik, die Abschirmung fing nun doch an den ganz gut brauchbaren Tag negativ zu beeinflussen. Die Wende lag komplett im Blauen, sodass ein mutiger Sprung notwendig war. In 1500m über Grund ging es los und nachdem der Haken zur Wende geflogen wurde, nahmen wir direkt wieder Kurs auf die nächsten zu erreichenden Wolken auf dem Heimweg. Das war aber erst einmal kein Problem, denn die erste Wolke zog wieder mit zwei Metern und aus 900m AGL und auf dem weiteren Heimweg standen in erreichbaren Abständen die nächsten Wolken. Diese sahen zwar nicht mehr allzu schön aus, aber irgendwie sollten diese mich ja nach Hause bringen. So flog ich in 1400m AGL ab und hielt Kurs auf die nächsten Optionen. Bei der nächsten Wolke erarbeitete ich mir wieder 300 Höhenmeter, mit 2m/s nahm ich diese dankbar mit. Jetzt aber weiter! Ich flog eine längliche in Kursrichtung ausgerichtete Wolke an, aber mehr als hier und da ein paar tragende Meter erwischte ich nicht. Ich hatte noch ausreichend Höhe, um die nächste Wolke, die nördlich des Flugplatzes Erpetshof lag anzufliegen. Ich kam zwar in 750m AGL an, aber nach kurzem Suchen und Zentrieren konnte ich dem Fussel auch angenehme 1,5m/s entlocken. Leider war es nicht möglich das Steigen bis ganz nach oben mitzunehmen, als es zunehmend schwächer wurde, flog ich tapfer weiter. Der Schnitt hat seit der letzten Wende ganz schön gelitten und ich wollte nicht noch mehr Geschwindigkeit verlieren, zumal auch wieder die nächsten Wolken zu erreichen waren. Ich entschied mich für einen kleinen Umweg nach Norden, da es dort wieder eine gutaussehende Aufreihung gab. Leider brachte diese bis auf ein paar müde Varioausschläge Richtung Null kein Steigen. Da meine Höhe wieder langsam dahinschwand, entschied ich mich ein wenig ins flachere Gelände zu fliegen und die etwas westlicheren Wolken zu probieren. Mein Höhenmesser unterschritt die 700m-über-Grund-Marke, als ich die Wolke erreichte. Diese müsste ziehen, sonst würden mir doch tatsächlich die Ideen ausgehen. Als ich unter 620m sank, begann es zu allem Überfluss auch noch massivst zu sinken. Ich hoffte inständig, dass das Sinken vor dem Steigen sei, sonst hätte ich ein Problem. Als ich meine Alternativen abwägte, hob sich vorsichtig die rechte Fläche und ich kreiste ein. Es war zwar erst einmal nur 1m/s, aber diesen nahm ich dankbar mit, hielt er mich doch im Spiel. Der Wind hatte zwischenzeitlich aufgefrischt und kam genau aus Richtung Bayreuth, was den weiteren Heimweg noch zusätzlich erschweren würde. Aber hartnäckig bin ich ja bekanntlich und aufgrund mangelnder Alternativen, blieb ich in dem zähen Bart drin. Nach 250m Höhengewinn begann dieser endlich etwas besser zu werden und das integrierte Steigen stieg auf 1,5m/s an. Auch hier war leider in 1200m über Grund Schluss und es ging weiter Richtung Bayreuth. Wenige Hundert Höhenmeter trennten mich vom erfolgreichen Abschluss der ersten Aufgabe, einen letzten Bart bräuchte ich noch.

Die Optik sah nicht gut aus, die Abschirmung wurde immer stärker und die Wolkenabstände immer größer. Die Nächste musste ziehen! Also los! Ich erkannte den Hügel (bei dem der erste Bart auf Strecke ausgelöst wurde) vom Hinflug wieder und war zuversichtlich, dass er mich auch jetzt nicht im Stich lassen würde. Anscheinend musste es erst einmal wieder spannend werden, durch das ansteigende Gelände reduzierte sich meine Arbeitshöhe drastisch, allerdings hatte ich immer als Option wieder ins Tal zu fliegen. Aber mit dem Glück der Mutigen, trat ich in 580m in bockiges Steigen. Es war alles dabei, auf der einen Seite 2m/s, auf der anderen Sinken. Nach ein wenig zartem Zentrieren, konnte ich diesem auch 1,5m/s entlocken und freute mich über meine Möglichkeit nach Hause. 1100m sollten für die letzten Kilometer reichen. Ja, das taten sie zum Glück und ich kam happy aber fertig wieder in Bayreuth an.
Der 1000 Punkte Tag, ergab für mich auf Tagesplatz 9 solide 882 Punkte. Ich war zufrieden und freute mich auf die nächsten Flüge!
Danke an Wolli und Jan, dass ich von euch lernen durfte!
https://www.weglide.org/flight/603858
Dienstag 10. Juni – Kein Clubklasse-Weitwurf
Es war wieder ein typischer Wettbewerbstag. Das Wetter war nicht so eindeutig, ob fliegbar oder nicht. Die Wettbewerbsleitung wollte es aber trotzdem versuchen und wir bauten auf der 24 auf. Nach mehrstündigem Ausharren im Grid und Kennenlernen neuer Freunde (MG mit Susanne und der gesamten Familie sind großartige Gridnachbarn) beschloss die Wettbewerbsleitung den Tag zu neutralisieren… und zwar stilecht mit einem Kasten lokalen Biers, direkt im Grid.

Am Abend wurde noch ein schönes Lagerfeuer auf dem LSG Campingplatz gemacht und Niggo aus Hersbruck kam uns spontan besuchen. Was für eine schöne Überraschung.

Mittwoch 11. Juni – Dem Wetter hinterher
Es sollte wieder fliegbar werden! Man bastelte uns eine 203km lange Racing Task. Zuerst nach Nordwesten den Thüringer Wald entlang, dann nach Südosten in die andere Richtung des Thüringer Waldes und wieder nach Hause. Ich war vorletzte im Grid, hinter mir Tamino und vor mir wieder die MG mit Susanne und Familie. Bereits beim Warten auf die Startbereitschaft konnte man den Warmlufteinfluss eindeutig erkennen, da es immer weiter abtrocknete und die Wolken sich verflüchtigten.
Nach dem Schlepp zum Ausklinkraum Goldkronach merkte ich, dass es heute von Nachteil war ganz hinten zu stehen. Standen nämlich über dem Auslinkraum vorher noch Wolken und haben die Piloten im vorderen Grid noch gut Anschluss bekommen, waren zu meinem Startzeitpunkt die nächsten Wolken schon einige Kilometer weiter entfernt und ich musste mich erst einmal mühevoll im Blauen auf eine sinnvolle Höhe kämpfen, um Anschluss im guten Wetter zu bekommen. Ich wollte auch zum erstbesten Zeitpunkt abfliegen, bevor sich die Wolken Richtung erster Wende ganz verflüchtigen würden. Das war auch die komplett richtige Entscheidung, denn der erste Schenkel entpuppte sich als Wettlauf gegen die Zeit. Hatte der erste Pulk, die ein paar Minuten früher abgeflogen waren noch ordentlich Steigen, löste sich die Wolke vor meiner Nase auf, als ich endlich angekommen war. So hatte ich immer einen halben Meter weniger Steigen als die vor mir fliegenden Flugzeuge. Zum Glück stand aber eine halbwegs tragende Linie auf dem Thüringer Wald, sodass man trotz unzuverlässiger Wolken relativ fix nach Norden kam, auch wenn man sich grundsätzlich zwischen 600 und 900m über Grund bewegte. Das tiefe Herumgefliege war mir nicht sonderlich geheuer, und so probierte ich auch mal die Wolken westlich im Tal aus. Das waren die letzten Wolken unter der herannahenden Abschirmung, die allerdings auch nicht wirklich zogen. So machte ich, dass ich da wegkam und sprang wieder unter die Wolken über dem höheren Gelände. Östlich der ersten Wende stand die erste schön aussehende Wolke seit langem, die mich und meine Mitstreiter (es hatte sich in der Zwischenzeit ein kleiner Pulk gebildet) mit gut 2m/s auf 1750m MSL brachte. Allerdings war das Gelände dort so hoch, dass ich mich auch wieder nur 900m über Grund befand, angenehm ist anders. Sei es drum, kurzer Sprung nach Westen, Wende nehmen und wieder zurück unter die nette Wolke.

Auf dem zweiten Schenkel entschied ich mich für eine Wolkenaufreihung weiter im Osten, da es zwischenzeitlich noch weiter abgetrocknet hatte. Auch diese Linie trug ganz ordentlich und ich konnte zum ersten Pulk wieder aufschließen. Glücklicherweise stieg nun auch die Basis an, sodass ich meist auf plusminus 900m über Grund unterwegs war. Allerdings waren wieder viele Wolken mehr Schein als Sein, sodass man immer einen guten Plan B haben musste. Bis zu einem Bart südlich des Sees bei Tischendorf war ich auch gut dabei, allerdings hatte ich diese Thermik nicht so gut erwischt, wie die Anderen, sodass ich auf einmal gute 150m tiefer als der Rest war. Da aber die Wolken auf Kurs den Anschein erweckten immer weiter abzutrocknen, flog ich gemeinsam mit den Anderen ab und hoffte aufs Beste um innerhalb der nächsten Aufwinde wieder Anschluss zu bekommen. Glücklicherweise trafen wir wieder eine gute Linie, sodass wir den Höhenverlust relativ klein halten konnten, allerdings zogen auch die angeflogenen Wolken nicht wirklich. Westlich der Kontrollzone Hof machte ich zwei Suchkreise unter den letzten Wolken vor einem größeren Loch, aber die Thermik, die sich beim Einkreisen gut anfühlte, nahm auf der anderen Kreishälfte so rapide ab, dass es keinen Sinn machte dort weiter zu verweilen. Südlich Hof konnte ich mir noch einmal 200 Höhenmeter erarbeiten, aber in 1000m über Grund war es zu Ende und es blieb mir nichts anderes übrig als meine Reise fortzusetzen. Östlich des Flugplatzes Zell-Haidberg stand die nächste Wolke, die aber auch keinen übermäßigen Höhengewinn ausspukte. Nun gingen mir die Ideen aus. Hinter dem Waldstück südlich von Zell gab es nur noch eine klägliche Fusselwolke, die sich bereits auflöste. Die nächste gut ausschauende stand östlich des Ochsenkopfs, allerdings war ich inzwischen so tief, dass ich eventuell zwar die Wolke über der Hügelkette erreichen konnte, allerdings nicht erkannte, was hinter den Hügel lag. Ob landbares Gelände oder nur noch mehr Berge, war mir nicht ersichtlich und das war mir dann doch zu gefährlich. So bog ich ein wenig nach links ab und flog den Fussel an. Dort kam ich in 600m über Grund an und rief zum Universum „Gib mir wenigstens eine Chance!“. Über dem See (den ich auch als Auslösepunkt für die Thermik ausmachte) hob sich meine linke Fläche kaum merklich bevor das Vario überhaupt ausschlug. Trotzdem kreiste ich ein und nach einem Kreis errechnete mir mein LX ein integriertes Steigen von 0,3m/s. Nicht dolle, aber aufgrund der Ermangelung von Alternativen (bis zum Ausfahren des Motors hatte ich ja nur noch 200 Höhenmeter) biss ich mich fest. Jetzt kam wieder meine berühmte Hartnäckigkeit zum Einsatz, über die ein gewisser Trainer in regelmäßigen Abständen den Kopf schüttelt (was soll ich halt machen, wenn es sonst keine Optionen gibt?). Unter mir stiegen nach ein paar Kreisen Ulrike und Tamino ein, aber mein Steigen wurde nicht sonderlich besser. Aber ich blieb mit unendlicher Geduld drin und erkämpfte mir so mühsam Meter für Meter. Zwar kostete diese Aktion ziemlich viel Zeit und wertvolle Geschwindigkeit, aber es blieb mir ja nichts anderes übrig. Nach zähen 300m Höhengewinn konnte ich erkennen was hinter dem Hügel mit der schönen Wolke darüber lag: ein Städtchen mit Feldern. Da ich grundsätzlich immer ein Notfallfeld beim Motorlauf (falls dieser nicht anspringen sollte) habe, war ich nun auf der sicheren Seite und wagte den Sprung unter die schöne Wolke. Ich kam in 500m über der Hügelkette an und traf auf Anhieb einen 2m/s Aufwind über den ich mich sehr freute. Leider hatte ich anscheinend so viel wertvolle Zeit bei meiner Ausbuddelaktion verbraten, dass der nächste Pulk mich einholte und auch unter meiner netten Wolke einkreiste. Nun war wieder erhöhte Vorsicht geboten, denn mit zehn Flugzeugen muss man sehr aufpassen. In 1900m MSL, also knapp 900m über Grund ging es weiter Richtung letzter Wende. Diese war nicht mehr allzu weit entfernt und auf dem Weg dahin machten die drei Wolken einen schönen Bogen, der genau auf Kurs lag. Ich flog mit dem Pulk zusammen ab und steuerte die Wolken an. Die Erste brachte zunächst 2m/s, aber das Steigen ging kurze Zeit später wieder zurück auf 1,5m/s. Alle Anderen waren ungeduldig und flogen ab, wir hatten ja gute 1600m MSL (1000m AGL), aber ich hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl, zumal die Wolken vor meiner Ausbuddelaktion auch nicht richtig zogen. So nahm ich noch weitere 200 Höhenmeter mit, immer mit dem Blick auf die Anderen, ob diese weiter vorn nicht doch besseres Steigen erwischten. Allem Anschein nach hatte ich wirklich den richtigen Riecher, denn der Pulk vor mir verlor weiter unten stetig mehr an Höhe (normalerweise habe ich bei sowas eher kein Glück), während ich ganz gemütlich unter der Wolke Richtung Wende schwabbelte. Kurz vor der Wende nahm ich erneut 1,5m/s mit, da diese ein Stück im Blauen war. Ich flog in 1100m über Grund ab, klatschte die Wende an und stieg in den gleichen Aufwind in 800m wieder ein. Die Anderen kämpften ein gutes Stück unter mir (das LX zeigte 400-500m Höhendifferenz an) gegen das Außenlanden an. Auch wenn das ein bisschen gemein ist, ich stieß ein Triumph-Schrei aus, dass ich endlich mal eine gute Entscheidung getroffen hatte, sodass ich das Feld ein wenig von hinten aufräumen konnte. In 1300m über Grund begann ich meinen Endanflug mit 200m plus auf den Zielkreis. Es waren 35km bis Bayreuth und die überschüssige Höhe könnte ich bei einer guten Linie noch in Geschwindigkeit umwandeln. Ich entschied mich gegen den direkten Kurs, sondern machte einen minimalen Bogen mit einer Kursabweichung von 5° über die Wolken, die ich auf dem Hinweg genutzt hatte. Diese trugen ganz großartig und ich kam bequem am Ziel an.

Tamino hatte leider nicht so großes Glück. Er hatte sich zwar tapfer an der Wende wieder ausgegraben, flog aber direkten Kurs und erwischte die Linie des starken Sinkens neben den Wolken. Er kam leider 90m zu tief im Zielkreis an und musste danach noch den Motor ziehen, um nach Hause zu kommen. Der Arme hatte die schlechte Laune, die sonst mir vorbehalten war, denn 90 Strafpunkte tun ganz schön weh.
Mit dem 13. Tagesplatz konnte ich meinen 9.Platz in der Gesamtwertung ganz gut verteidigen.
Abends kam uns noch Sebi besuchen und wir ließen den Abend beim gemeinsamen Abendessen und dem ein oder anderen Brettspiel ausklingen.
https://www.weglide.org/flight/606131
Donnerstag 12. Juni – Blau, PEV, AAT…yay
Wie die Überschrift schon aussagt, es wurde Blau! Wo gestern noch ein paar einzelne Wolken standen, gab es nun durch den Warmlufteinfluss wunderbarste Blauthermik.

Ganz zu meiner Freude (nicht) kam noch ein PEV-Abflug dazu, um Pulkbildung zu verhindern und eine AAT-Aufgabe. Es waren 2,5h angesetzt mit Kreisen im Nordosten, Südosten und über Bayreuth Stadt. Ich stand mit meinen Lieblingsnachbarn RG und MG relativ weit hinten im Grid und wir bekamen vor dem Start noch Besuch von Sabine und Lucky.



Während wir unter der Discusfläche chillten, spielte sich ein kleines Drama ab. Jonas in der ZG wurde von der Morane geschleppt, die trotz nicht wirklichem Höhengewinn weiter auf den Hang zuhielt. Trotz Jonas Bitten über Funk nicht so tief über den Berg zu fliegen, hielt die Morane an ihrem Kurs fest. Da es so tief relativ turbulent war, interpretierte Jonas das Wackeln als Zeichen zum Auskuppeln. Trotz niedriger Höhe, hätte der Schleppflieger ja ein Problem haben können und so war die Reaktion richtig. Dummerweise war er so tief, dass ein Zurückfliegen zum Flugplatz nicht mehr möglich war und er landete auf halber Strecke auf einem Feld. Glücklicherweise ohne Schaden, aber erst einmal wurde der weitere Schleppbetrieb vorerst unterbrochen. Nach einigem Hin und Her entschied sich die Wettbewerbsleitung zusammen mit Jonas gegen eine Neutralisierung des Tages.
Tamino und ich wollten dieses Mal gemeinsam fliegen, damit ich ein wenig die Stimme der Vernunft spielen konnte.
Unser Plan war den PEV so zu setzen, dass sich 5 Minuten nach Öffnung der Startlinie auch unser Startfenster öffnen würde und wir danach 7 Minuten Zeit für den Abflug hatten. Da durch die Schleppunterbrechung die Zeit schon vorangeschritten war, wollten wir so schnell wie möglich abfliegen, um vor Thermikende zu Hause anzukommen.
Tja, anscheinend hatten nicht nur wir diese Gedanken, sondern auch ALLE Anderen. Hat ja super gegen das Pulken geholfen und so flog eine ansehnliche Kunststoffwolke über den Thüringer Wald Richtung erste Wende. Der erste Pulk, der wenige Minuten vor uns abgeflogen ist, malte uns im Blauen die Bärte an, die so lala Steigen brachte. Wir entschieden uns für den Weiterflug, sobald das Steigen unter 1,2m/s fallen sollte (Vor der Abfluglinie war das durchschnittliche Steigen eher mau) und mit 15km/h Rückenwind ging es fix Richtung erster Wende. Wir sprachen uns ab, wann wir wie wenden wollten (übrigens danke an die Hersbrucker, dass wir unter der Woche ihre Platzfrequenz nutzen durften).

Wir hatten bis dahin einen 92er Schnitt und wollten den ersten Kreis bis kurz vor Ende ausfliegen und die anderen Beiden bis zur Mitte. Es stand wieder eine halbwegs tragende Linie im Blauen und wir kamen halbwegs entspannt im ersten Kreis an (so entspannt man halt ist, wenn man immer mit gefühlt 15 anderen Seglern am Kurbeln war). Im Kreis wurde es noch einmal spannend, da wir auf 590m über Grund runter mussten, bis der 2m/s Bart gefunden wurde. Als wir sahen, dass der erste Pulk hinter dem Kreismittelpunkt wendete, entschieden wir uns für die gleiche Taktik. Und mit uns: der restliche Pulk.
Jetzt ging es nach Südosten und weil die Linie auf dem Hinweg so gut ging, folgten wir dieser auch erst einmal zurück. Vorbei am Flugplatz Neukenroth schwabbelten wir uns nach vorn. Allerdings nahm die Thermikstärke schon merklich ab und der Wind, der uns flott zur ersten Wende gepustet hatte, machte uns nun das Leben schwer. So wurde aus unserem 90er Schnitt, relativ schnell ein 80er und die Frage, wo wie weit wir die nächsten Wendesektoren ausfliegen, wurde vereinfacht. Zu diesem Zeitpunkt wollten wir uns nur auf das Ausfliegen eines Sektors bis zur Mitte beschränken. Zumindest so in der Theorie, aber bekanntlich kommt es ja immer anders. Am Flugplatz Kronach ging es noch einmal mit 1,5-2m/s auf 1300m AGL und wir waren guter Dinge auch halbwegs entspannt am zweiten Wendekreis anzukommen. Wir haben in unserer Planung leider die vorangeschrittene Uhrzeit vergessen. So glitten wir unsere Höhe ab und auch die Schwarmintelligenz in Form der uns folgenden Kunststoffwolke vermochte kein sinnvolles Steigen zu finden. Einige Mutige flogen ins höhere Gelände rein, wir aber beschafften uns mehr Luft unter den Tragflächen und peilten ein Gewerbegebiet im Tal an. Dort stiegen wir in 650m über Grund ein, aber das Steigen war mit 0,5-1m/s nicht der Knaller. Aufgrund mangelnder Alternativen blieben wir aber erst einmal drin, um uns wieder ein bisschen Handlungsspielraum zu beschaffen. Wir waren wieder in Schlagreichweite von Bayreuth und hatten noch ca. 20 km bis zum Einflug in den Wendekreis. Der Bart hatte sich zwischenzeitlich auf 1-1,5m/s verbessert und Tamino (der mal wieder besser stieg) war bald auf der maximalen Thermikhöhe. Er entschied sich für den Weiterflug, allerdings direkt auf Kurs durchs hohe Gelände. Ich flog kurz hinter ihm ab, aber da ich in reichlicher Entfernung einige sehr tiefe Segler auf seiner Route kämpfen sah, wollte ich auf Nummer sicher gehen und westlich der Berge entlangfliegen. Zwar bedeutete dies einen kleinen Umweg, war aber in Anbetracht der Lage für mich die sicherere Alternative. Am Hohberg nahm ich in 550m AGL wieder einen Sicherheitsmeter mit, als Tamino funkte, dass er komplett abgesoffen war und gleich den Motor zünden müsste. Der Pulk und ich hangelten uns währenddessen an Flanke der Berge entlang und fanden immer mal wieder ein wenig Steigen, sodass wir auf einer halbwegs sinnvollen Höhe bleiben konnten, wenn schon auch nicht übermäßig schnell. Nach ein paar Minuten fragte ich Tamino, wie die Lage ist und bekam als Antwort, dass er minimales Steigen in 300m gefunden hatte und hoffte sich irgendwie rauszukämpfen. Ich drückte ihm die Daumen und gab den sensationellen hilfreichen Ratschlag, dass er sich festbeißen müsse. Während mein Vereinskollege Bodenakrobatik machte, flog ich in 1100m über Grund ganz entspannt zur Wende. Durch die schwachen Bärte, hat sich die Frage auch erübrigt, wie weit in die letzten Sektoren eingeflogen werden müsse…wir hatten soviel Zeit verbraten, dass Anklatschen ausreichen würde. Tamino hatte sich zwischenzeitlich wieder ins etwas tiefere Gelände vorgekämpft, allerdings keinen nennenswerten Höhengewinn gemacht. 600m über ihm kreiste ich ein und sammelte mir noch einmal 200 Höhenmeter, um den zweiten Wendesektor zu erreichen. Diesen erreichte ich in 800m über Grund und flog zurück in seinen Aufwind. Ich kam auf gleicher Höhe wie er an (er hat sich zwischenzeitlich auf 700m gekämpft, alle Achtung für deine Hartnäckigkeit). Mit einem müden Meter machte ich den letzten geplanten Höhengewinn, da der letzte Wendesektor quasi dicht am Zielkreis lag, wollte ich diesen auch wieder nur Abklatschen und direkt nach Hause abbiegen. In 1000m ging auf dem Heimweg und mit mir eine ganz ansehnliche Kunststoffwolke mit der ich seit einer guten Stunde gemeinsam unterwegs war.

Der Plan ging auf, ich traf entspannt den Kreis westlich von Bayreuth und bog direkt wieder nach Osten Richtung Flugplatz ab.
Durch das schwächere Wetter und das Rausnehmen der Geschwindigkeit konnte ich den 11. Tagesplatz verzeichnen und damit weiterhin meinen 9. Platz in der Gesamtwertung verteidigen.
https://www.weglide.org/flight/607232
Freitag 13. Juni – Blauer, stabiler, wärmer
Wir rückten im Grid wieder nach vorn auch wenn die Wettervorhersage noch pessimistischer war. Nach mehrmaligem Verschieben der Startbereitschaft wurde die C Aufgabe aktiviert mit 128km wieder in die gleiche Richtung, da als einziges Gebiet der Thüringer Wald funktionieren sollte. Immerhin kein PEV (der ja am vorigen Tag das Pulken auch nicht verhindern konnte) und keine maximale Abflughöhe.

Das Wetter war wirklich zäh und ich hatte meine liebe Mühe auf eine halbwegs sinnvolle Position vor der Abfluglinie zu gelangen. Leider machte ich den eklatanten Fehler und flog kurz nach dem ersten Pulk ab. Natürlich holte der Rest uns beim zweiten Bart wieder ein und ich verlor wertvolle Minuten, die ich mit meinem hohen Index dringend gebraucht hätte.

Mühsam ernährte sich das Eichhörnchen und so befand man sich auf dem ersten Schenkel überwiegend zwischen 500-900m über Grund. Dazu kam noch, dass man wieder mit mindestens einem Dutzend anderer Segler in der Thermik kreiste, was gegenseitige Rücksichtnahme unbedingt notwendig machte, aber auch sehr ermüdete. Den ersten ordentlichen Bart hatten wir nordwestlich vom Flugplatz Neukenroth, der uns mit gut 2,5m/s auf sagenhafte 1700m MSL (1200m AGL) brachte. Mit diesem Luftpuffer zwischen dem Boden der Tatsachen und meiner Wenigkeit ging es bis kurz vor die Wende, wo die Schwarmintelligenz noch einmal 100 Höhenmeter mit 1m/s erkurbelte. Also in 680m über Grund ab zur Wende, abgeklatscht und direkt zurück in den Bart, wo man den gleichen Meter wieder mitnahm.

Der nächste Bart ging auch wieder nur mit einem zarten Meterchen, klar eigentlich: Bis zum angesagten Thermikende hatten wir nur noch 20 Minuten und dabei hatten wir noch gute 35 Kilometer vor uns. Aber erst einmal musste sich wieder aus dem unteren Stockwerk herausgekämpft werden. Bei Kronach war wieder Hartnäckigkeit gefragt, denn aus 520m über Grund ging es erst einmal wieder nur mit einem halben Meter nach oben. Zum Glück wurde der Bart aber mit der Höhe besser und in 1000m über Grund ging es weiter. Es fehlten nur noch wenige hundert Höhenmeter, um die Aufgabe zu bewältigen, die sollten ja irgendwo auf dem Heimweg zu finden sein. Ich hielt mich auf den letzten Kilometern an Wolli und hoffte, dass unser Ex-Bundestrainer eine gute Idee hätte. Östlich von Kulmbach fanden die beiden Mosquitos (Mosquiten? Mosquitussen?) in 550m einen Hauch Steigen und wir hofften, dass dieser Hauch mit der Zeit besser werden würde. Leider hielten wir unsere Höhe nur und als der restliche Pulk uns von hinten eingeholt hatte (zwischenzeitlich war ich gar nicht mal so schlecht dabei), flogen auch schon die ersten mutig ab. Es waren noch 15km bis zum Zielkreis und mir fehlten noch 60 Höhenmeter. Also irgendwo musste noch irgendetwas her. Die Mutigeren hatten den richtigen Riecher, denn 6km vorm Zielkreis stand noch ein Meterchen, der dankbar mitgenommen wurde. Auch wir machten uns nichts wie hin und nach ein paar Kreisen reichte auch unsere Höhe.
Was für ein anstrengender Tag! Nachdem man zuerst einige Stunden im Grid gebraten wurde, war dann zwar das Wetter gerade gut genug für die Mindeststrecke (es gab nur 5 Außenlandungen), aber leider nicht gut genug für eine größere Geschwindigkeitsdifferenz, sodass mir mein gigantischer Index wieder sehr wehtat. Nachdem ich schweißgebadet aus dem tapferen Discus (der auch nach diesem Flug das wohlverdiente Küsschen auf die Nase bekommen hat) ausgestiegen bin, begann das Bange warten auf die Wertung.
An diesem Tag war ich punktgleich mit Wolli zusammen auf Platz 14, was gerade so reichte mit einem Punkt Vorsprung meinen wohlbekannten 9. Gesamtplatz zu halten.
Ich war trotzdem relativ unzufrieden mit meiner Leistung, aber ein Telefonat mit dem Emotional-Support-Rainer heiterte mich doch auf.
https://www.weglide.org/flight/607761
Samstag 14. Juni – Wieviele Motorläufe bis neutralisiert?
Ich muss vorab anmerken, dass ich ausnahmsweise mal nicht diejenige mit den Motorläufen war. Tatsächlich beschränkte sich mein Motoreinsatz bei diesem Wettbewerb nur auf den kurzen täglichen Probelauf nach dem Ausklinken. Aber eins nach dem anderen.

Die Wettervorhersage hatte sich zum gestrigen Tag nicht sonderlich geändert, sie war sogar etwas pessimistischer geworden. Also noch weniger als das bisschen von gestern, das mit Ach und Krach für die Mindeststrecke gereicht hatte. Die Wettbewerbsleitung ließ uns aber trotzdem das Grid aufbauen und zu meinem Entsetzen hatte sich meine Lieblingsgridnachbarfamilie mit der MG nach Hinten verdrückt. So stand ich auf dem ersten Startplatz, vor mir nur der Vereins-Duo mit welchem Ylva und Davide zum Schnuppern starten wollten.

Aber erst einmal brieten wir bei 30°C ohne ein Wölkchen am Himmel. Wir hatten uns so gut es ging in den Schatten unter den Flächen zurückgezogen und versuchten uns so wenig wie möglich zu bewegen. Die Stunden vergingen und wir waren wirklich ordentlich gar, als die Wettbewerbsleitung den Duo losschickte. Nach dem Ausklinken fand dieser erst einmal keine Thermik, sodass es der Motorlauf Nummer 1 richten musste. Nachdem er ein wenig an der Hangkante nach Norden geflogen war, wurde gedreht und die Südseite abgesucht. Leider auch erfolglos lief dort der Turbo ein zweites Mal. Unsere Motivation schwand und auf Weglide Live war zu sehen, dass trotz Bundesligawochenende in der Umgebung noch komplett tote Hose war. Hier und da konnte sich wer nach dem Ausklinken in 400m über Grund einige Minuten halten, aber das war es auch schon. Im Gegenanflug zum Flugplatz kreisten unsere Schnupperer das erste Mal ein und mit weniger als 0,5m/s integriert ging es auf sagenhafte 1200m MSL (700m über Grund…im Tal wohl gemerkt). Ein zweiter Schnupperer in Form unseres Cirruspiloten Leon wurde geschleppt, aber dieser meldete auch kein besseres Wetter. So wurde dann endlich gegen 15 Uhr der Tag neutralisiert. Flieger in die Anhänger und dann erst einmal in die Eisdiele (nachdem ich schon seit einiger Zeit im Grid gejammert hatte, dass ich ein Eis essen möchte).
Und so konnte ich mit Ach und Krach meinen 9. Platz seit dem ersten Wertungstag halten. Tja, wenn ich ihn schon nicht verbessern konnte, wollte ich ihn wenigstens mit nach Hause nehmen.
Ich war zufrieden, denn bei dem überwiegend schwachen Wetter hat man leider mit dem schweren Discus bt WL mit dem hohen Index mehr Nach- als Vorteile. Von daher war der Wettbewerb für mich ein voller Erfolg und ich bin jetzt in der Gegend gut eingeflogen und vorbereitet für die Quali auf Burg Feuerstein Anfang August.


Vielen Dank an das Wettbewerbsteam mit allen Helfern, die das Ganze so toll organisiert haben. Es verlief alles reibungslos und die Aufgaben waren top gelegt.
Besonderen Danksagungen gehen an:
- Rainer für die Wetterupdates, Tipps und aufbauenden Worte
- Familie Weißheit-Hertrich, es hat wirklich großen Spaß mit euch im Grid gemacht
- Wolli für die Motivierenden Worte und dass ich keinen auf den Deckel bekommen habe, wenn ich mich mal wieder an ihm orientiert habe
- Steffen fürs immer mit dabei sein
- Alle Freunde, die mitgefiebert haben und mir die Daumen gedrückt haben.
- Ylva für die tollen Fotos und den Spaß im Grid. Schaut gerne mal auf ihrer Instagram-Seite vorbei: https://www.instagram.com/ylv.fee?igsh=YjVvbHduYTA4czZ5
